Isack Hadjar: «Keiner wird beim Saisonauftakt hundertprozentig bereit sein»
Die Formel-1-Stars müssen in den neuen GP-Autos ihre Fahrweise anpassen. Für Red Bull Racing-Aufsteiger Isack Hadjar steht fest: Bis zum Saisonauftakt bleibt nicht genug Zeit, um alles Neue zu lernen.
Der Formel-1-Saisonauftakt rückt immer näher und die Teams und Fahrer arbeiten hart, um sich auf das erste Kräftemessen bestmöglich vorzubereiten. Die Herausforderung ist gross, denn die neuen Autos und überarbeiteten Antriebseinheiten erfordern eine andere Fahrweise als die bisherigen GP-Renner und Aggregate. Besonders das Energie-Management ist kompliziert und erschwert die Arbeit am Steuer, wie die GP-Stars übereinstimmend bestätigt haben.
Die Frage, ob sich die Umstellung bis zum Saisonauftakt in Melbourne am Wochenende des 8. März bewerkstelligen lässt, liegt deshalb nahe. Und die meisten Fahrer sind sich sicher, dass sie bereit sein werden. Doch Red Bull Racing-Aufsteiger Isack Hadjar erklärt auf die Frage, ob er sich nach den weiteren Testtagen ganz vorbereitet fühlen wird: «Nein, aber keiner tut das. Wir werden einfach das Beste aus den Runden machen, die wir drehen können.»
«Aber keiner wird beim Saisonauftakt hundertprozentig bereit sein, sonst stimmt etwas nicht», ist sich der junge Franzose sicher. Dennoch hat er sich für seine erste Saison mit dem Rennstall aus Milton Keynes viel vorgenommen, wie er bei der Frage nach seinen Zielen verrät: «Natürlich ist der erste GP-Sieg auf dem Radar. Das wäre grossartig. Und ich würde gerne sehen, dass unser Auto schneller weiterentwickelt wird als die Fahrzeuge der Konkurrenz. Ich denke, auch das würde viel Freude bringen.»
Isack Hadjar hat ein gutes Bauchgefühl
Sein Bauchgefühl sage ihm, dass der RB22 siegfähig ist. Dass der neue Motor von Red Bull Powertrains und Ford von Anfang an gut lief, war auch für ihn eine Überraschung, gesteht der 21-Jährige: «Das war sehr viel mehr als ich erwartet hatte. Die Gerüchte, die gegen Ende der Saison die Runde machten, waren nicht sehr positiv. Auch innerhalb des Teams war man nicht ganz zufrieden. Doch dann konnte ich in Barcelona beim Shakedown gleich am ersten Tag etwa 110 Runden drehen – das hat mich überrascht. Es ist beeindruckend, dass ein Team, das dieses Projekt vor drei Jahren in Angriff genommen hat, das hinbekommen hat.»
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