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Cal Crutchlow: «Am ersten Tag immer ein Desaster»

CWM-LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow hat die Werks-RC213V noch nicht richtig durchschaut. Und es gelingt ihm nicht, mit frischen Reifen wirklich schnell zu fahren. Ein Rätsel.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Cal Crutchlow (29) wirkte ein bisschen ernüchtert, als er heute nach der zehntbesten Zeit (und 1,451 sec Rückstand auf seinen neuen Markenkollegen Marc Márquez) von seiner Factory-Honda RC213V stieg.

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Er lud SPEEDWEEK.com in sein enges Büro hinter der Box ein, sein neuer Personal Assistant Dakota Mamola (er fuhr 2014 noch den Moto2-WM-Lauf in Silverstone im Aspar-Suter-Team) reichte ihm ein Handtuch und tischte ihm dann frischte Früchte mit Nutella auf.

Der britische Honda-Neuling aus dem CWM-LCR-Team hat sich mit dem neuen Motorrad noch nicht so angefreundet, wie er sich das wünschen würde.

Cal, wie ist dein heutiger Tag gelaufen?

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Ich bin ziemlich zufrieden. Aber vom letzten Run bin ich enttäuscht, da wollte ich schneller fahren. Ich hatte 27 Runden auf dem Hinterreifen, doch ich habe damit dieselbe Rundenzeit erreicht wie mit einem frischen Reifen.

Es war also ähnlich wie 2014.

Dabei war es früher immer meine Stärke, dass ich mit einem neuen Reifen eine Sekunde schneller gefahren bin. Aber wir hatten im letzten Run ein Problem... Deshalb bin ich optimistischer, als es meine Platzierung eigentlich aussagt. Das soll keine Ausrede sein. Aber ich bekomme kein gutes Gefühl vom Motorrad.

Es braucht viel Zeit, bis man sich an dieses Motorrad gewöhnt hat, besonders auf dieser Strecke. Wir müssen den Gripbereich verbessern.

Mein Gefühl, jetzt wieder ein Motorrad zu fahren, war seltsam, denn ich bin fast zwei Monate nicht gefahren, dazu hatte ich die Schulteroperation.

Ich mag im Winter überhaupt nicht mit dem Motorrad fahren. Dafür bin ich in Kalifornien mehr als 4500 km Rennrad gefahren.

Erst vor wenigen Tagen habe ich wieder ein bisschen mit einem Trial-Bike rumgespielt.

Es war nett, wieder aufs Rennmotorrad zu steigen. Ich habe mich rostig gefühlt, wie immer beim ersten Sepang-Test.

Das ist immer das Gleiche bei mir in Sepang nach der Winterpause. Am ersten Tag bin ich immer ein Desaster.

Ich habe nicht viel riskiert und nicht zu hart gepusht, ich habe mich bei meinem Speed recht komfortabel gefühlt.

Wie gesagt: Zu dem Zeitpunkt, als ich richtig Gas geben wollte, hatten wir ein kleines Problem...

Hoffentlich können wir am zweiten Tag wesentlich schneller fahren.

Du fährst jetzt erstmals deine 2015-Werks-Honda. Fühlt sie sich deutlich anders an als das 2014-Bike von Stefan Bradl, das du im November in Valencia getestet hast?

Ich spüre, dass der Motor stärker ist. Beim Chassis spüre ich keinen Unterschied.

Wir haben heute viel mit der Motorbremse rumgespielt, denn ich hatte in gewissen Bereichen Mühe, das richtige Gefühl dafür zu finden. Da müssen wir uns für Donnerstag noch etwas einfallen lassen.

Das ist unser Hauptproblem im Moment. Es gibt hier so viele Stellen, wo du hart bremsen musst. Aber das Bike bremst nicht so, wie ich mir das vorstelle. Wir müssen das System verbessern. Wenn uns das gelingt, können wir in den Bremszonen easy eine Sekunde finden.

Wie wirkt sich das Problem mit der Motorbremse beim Fahren aus?

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In einer Kurve habe ich zu viel, in der nächsten Kurve zu wenig. Und das ist alles sehr inkonstant, sogar unterschiedlich von Runde zu Runde. Das war heute mein Hauptproblem.

Aber es war nur der erste Testtag. Ich bin happy, dass ich mit 27 Runden alten Reifen 2:01,7 fahren konnte. Und mit dem brandneuen Reifen bin ich 2:01,9 min gefahren. Aber ich glaube, wir kennen die Ursache.

Wir müssen mit Honda sprechen und ein paar Informationen bekommen. Dann müssen wir das gesamte Paket verbessern.

In welchem Bereich ist der 2015-Motor stärker?

Er hat jetzt ziemlich viel Leistung im oberen Drehzahlbereich.

Es ist schwierig für mich, die Honda von Valencia mit der neuen zu vergleichen. Ich bin mit dem 2014-Motorrad nicht genug gefahren. Die Honda unterscheidet sich jedenfalls stark von den Fabrikaten, die ich 2013 und 2014 gefahren habe.

Es wird einige Zeit dauern, bis ich mit diesem Fahrzeug klar komme.

Und ich weiss, dass Sepang nicht meine stärkste Piste ist. Das ist keine Piste, mit der ich Freude habe. Sie passt überhaupt nicht zu meinem Fahrstil.

Wenn wir hier gute Arbeit leisten können, werde ich für die anderen Pisten zuversichtlicher sein.

Wenn ich hier in Sepang im Herbst zum Rennen komme, schneide ich immer viel besser ab als vorher beim Test, weil ich mich dann im Oktober besser an das Material gewöhnt habe. Ich hatte dann fast ein ganzes Jahr, um mich an die Maschine zu gewöhnen.

Die Testzeiten in Sepang (4. Februar) um 18 Uhr Ortszeit

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1. Marc Márquez (E), Honda, 2:00,262 min

2. Valentino Rossi (I), Yamaha 2:00,380

3. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 2:00,521

4. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 2:00,617

5. Dani Pedrosa (E), Honda, 2:00,745

6. Pol Espargaró (E), Yamaha), 2:00,930

7. Andrea Iannone (I), Ducati, 2:01,424

8. Stefan Bradl (D), Yamaha, 2:01,556

9. Bradley Smith (GB), Yamaha, 2:01,707

10. Cal Crutchlow (GB), Honda, 2:01,713

11. Scott Redding (GB), Honda, 2:01,917

12. Michele Pirro (I), Ducati, 2:01,951

13. Danilo Petrucci (I), Ducati, 2:02,136

14. Aleix Espargaró (Suzuki), 2:02,225

15. Alvaró Bautista (E), Aprilia, 2:02,285

16. Hiroshi Aoyama (J), Honda, 2:02,560

17. Nicky Hayden (USA), Honda, 2:02,699

18. Héctor Barberá (E), Ducati, 2:02,700

19. Jack Miller (AUS), Honda, 2:02,807

20. Katsuyuki Nakasuga (J), Yamaha, 2:03,092

21. Maverick Viñales (E), Suzuki, 2:03,164

22. Eugene Laverty (IRL), Honda, 2:03,295

23. Mike di Meglio (F), Ducati, 2:03,878

24. Karel Abraham (CZ), Honda, 2:03,879

25. Loris Baz (F), Yamaha, 2:04,163

26. Marco Melandri (I), Aprilia, 2:04,502

27. Alex De Angelis (RSM), ART, 2:04,673

28. Takumi Takahashi (J), Honda, 2:04,719

29. Takuya Tsuda (J), Suzuki, 2:05,478

30. Michael Laverty (GB), Aprilia, 2:06,190

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