Davide Brivio (Suzuki): «Müssen Open-Bikes besiegen»

Von Ernest Marson
MotoGP
Suzuki-Teamchef Davide Brivio nennt erstmals die Ziele für die MotoGP-Weltmeisterschaft 2015. Er will die Open-Bikes schlagen und dann zu Ducati aufschliessen.

Nach drei Jahren Pause kehrt Suzuki in die Königsklasse zurück. Aus dem erfolglosen V4-Motor ist ein Reihenmotor geworden, Aleix Espargaró überraschte auf der neuen GSX-RR beim zweiten Sepang-Test mit der neuntbesten Zeit. Teamkollege Maverick Vinales landete auf Platz 14.

Eigentlich wollte Suzuki schon 2014 wieder mitfahren, doch im Juni 2013 wurde das Comeback um ein Jahr verschoben.

Trotz der ersten Achtungserfolge rechnet bei Suzuki niemand damit, dass die Giganten Honda und Yamaha schon in dieser Saison ernsthaft herausgefordert werden können.

Das vorrangige Ziel von Suzuki besteht vorläufig darin, vor den Open-Class-Maschinen von Honda, Yamaha und Ducati ins Ziel zu kommen, also Stefan Bradl auf der Forward-Yamaha YZR-M1 zu besiegen, dazu Jack Miller auf der CWM LCR Honda RC213V-RS und Héctor Barbera auf der Ducati GP14 des Avintia-Teams.

Als Neueinsteiger geniesst das Suzuki alle Open-Vorteile, also die weichen Hinterreifen 24 statt 20 Liter Treibstoff, zwölf statt fünf Motoren und so weiter. Damit soll Suzuki rascher an die Spitze vorstossen.

«Unser Fernziel ist es natürlich, eines Tages um die Spitzenplätze zu kämpfen», erklärte Suzuki Teamchef Davide Brivio gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir werden uns anstrengen, um der Spitze Schritt für Schritt näher zu kommen. Wir erleben ja, wie viel Mühe Ducati hatte, um wieder vorzustossen. Das zeigt, wie schwierig dieses Spiel ist. Aber wir mussten irgendwo beginnen und uns jetzt steigern. Eine logische Sache wäre, dass wir uns bemühen, besser als die Open-Bikes abzuschneiden. Dann möchten wir als nächsten Schritt näher an Ducati herankommen. Das ist die Aufgabe, die vor uns liegt. Wir wissen, wie wichtig es ist, in dieser Meisterschaft auch während der Saison konstant zu entwickeln. Honda war 2014 vom ersten Rennen weg stark. aber Yamaha und Ducati haben nachher stark aufgeholt. Diesem Konzept müssen wir nachahmen.»

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