Bricht Valentino Rossi Agos Rekord mit 122 GP-Siegen?

Von Günther Wiesinger
Assen-GP 2015: Rossi in der letzten Runde nach dem Ausflug ins Kiesbett; und er schaut sich nach Márquez um...

Assen-GP 2015: Rossi in der letzten Runde nach dem Ausflug ins Kiesbett; und er schaut sich nach Márquez um...

Elf Siege fehlen Movistar-Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi noch auf den Rekord von Agostini. Wenn der Superstar Ende 2016 nicht aufhört, kann er ihn brechen.

Drei MotoGP-Siege bei den ersten acht Rennen 2015, in der Weltmeisterschaft seit dem Auftakt in Katar an der Spitze, bisher in diesem Jahr immer auf dem Podest: Die jüngste Performance des 36-jährigen Valentino Rossi kann sich sehen lassen.

Und jetzt beschäftigt die Statistiker und Fans die Frage: Kann Rossi den vermeintlich ewigen Sieg-Rekord von Giacomo Agostini egalisieren oder überbieten?

«Ago nazionale» hat 122 GP-Siege errungen, Rossi bisher 111.

Aber in den letzten sechs Jahren ging es mit der Bilanz des Movistar-Yamaha-Werkspiloten nur träge vorwärts.

2009 feierte Rossi in Assen seinen 100. GP-Sieg, erst sechs Jahre später kam er auf Sieg Nummer 111.

Rossi lässt aber durchblicken, er könne sich vorstellen, nach der Saison 2016 noch zwei weitere Jahre MotoGP zu fahren.

Im September 2016 könnte er Troy Bayliss als ältesten MotoGP-Sieger seit Beginn der Viertakt-Ära 2002 ablösen.

Rossi macht sich etwas aus Statistiken, vor allem wenn es um solche wie um die Ewigkeit geht. Vor zwei Jahren sagte er gegenüber SPEEDWEEK.com in einem Vieraugengespräch: «Auch wenn ich Ago nicht mehr einholen kann, ich will ihm wenigstens ein bisschen Angst einjagen...»

Rossi hat 2015 in der ersten Saisonhälfte drei Siege errungen. Wenn er in diesem Stil weitermacht, könnte er es in diesem Jahr noch auf 114 Siege bringen.

Dann fehlen noch acht.

In den Jahren 2016, 2017 und 2018 wären für Rossi weitere acht MotoGP-Siege vorstellbar.

Agostini, mit 15 Weltmeistertiteln für immer und ewig unerreichbar, da er in zwei Klassen fuhr, muss auf jeden Fall um seine einsame Erfolgsbilanz bangen.

Klar, Agostini eroberte seine 122 GP-Siege in zwei Klassen, er bestritt auch bei MV Agusta jahrelang die 350er und die 500er-WM gleichzeitig.

Doch Rossi nimmt seit Jahren an 18 MotoGP-Rennen pro Saison teil, also hat er kaum Nachteile.

Denn 1969 gab es zum Beispiel nur zehn WM-Läufe in der Klasse bis 500 ccm, 1966 wurden sogar nur neun Halbliter-GP abgewickelt, 1970 waren es elf.

Aber 1996 und 1997, als Rossis Siegeszug begann, fanden nur 15 Grand Prix statt, also nicht gerade doppelt so viele wie in manchen anderen Jahren in der Agostini-Ära.

Eines ist klar: Ohne die beiden trostlosen und sieglosen Ducati-Jahre 2011 und 2012 wäre «The Doctor» schon dichter an seinem Landsmann Agostini dran.

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