Bridgestone: Pro Fahrer drei Vorderreifen mehr

Von Günther Wiesinger
Bridgestone ist 2015 im siebten und letzten Jahr Lieferant der Einheitsreifen für die MotoGP-Klasse

Bridgestone ist 2015 im siebten und letzten Jahr Lieferant der Einheitsreifen für die MotoGP-Klasse

Der Sachsenring mit nur drei Rechtskurven stellt an die Reifenhersteller besondere Ansprüche. Bridgestone hat auf die Wünsche der Fahrer reagiert, es gibt hier erstmals einen asymmetrischen Vorderreifen.

Wegen der aussergewöhnlichen Streckenführung stellt der Sachsenring mit nur drei Rechtskurven (und zehn Linkskurven) für MotoGP-Reifenhersteller Bridgestone immer wieder eine Herausforderung dar.

Besonders in den Rechtskurven 10 und 11 kam es in den letzten Jahren immer wieder zu folgenschweren Vorderradrutschern und Stürzen.

Aus diesem Grund rüstet Bridgestone die MotoGP-Fahrer in diesem Jahr für den Deutschland-GP mit vier statt drei unterschiedlichen Vorderreifen-Mischungen und -Konstruktionen aus.

Ab heute können Rossi und Co. für vorne den asymmetrischen Reifen (Dual Compound) wählen), den Medium, Hard oder Soft.

«Ich glaube schon, dass der Dual Compound-Vorderreifen hier funktioniert», sagt Thomas Scholz, Chief Coordinator von Bridgestone Motorsport, im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wenn er hier nicht funktioniert, hat er nirgendwo einen Sinn... Es haben ja alle Fahrer geschrien, sie wollen ihn haben, also haben wir ihn geliefert.»

Dani Pedrosa liess aber am Donnerstag schon anklingen, er habe grundsätzlich wenig Freude mit dem asymmetrischen Vorderreifen.

Üblicherweise stehen den MotoGP-Fahrern pro GP-Weekend zehn Slick-Vorderreifen in drei unterschiedlichen Mischungen zur Verfügung. In Sachsen gibt es hingegen ausnahmsweise 13 Reifen, weil sich eine zusätzliche vierte Version im Angebot befindet.

Scholz: «Die Soft-Mischung für vorne werden die Fahrer wahrscheinlich nur im ersten freien Freitag-Training verwenden, weil es sehr kühl ist und die Strecke sauber gefahren werden muss.»

Tatsächlich wurden um 8 Uhr bei windigen Verhältnissen in Hohenstein-Ernstthal nur 8 Grad gemessen. Um 8.45 Uhr wurden 10 Grad abgelesen, maximal soll das Quecksilber heute auf 17 Grad steigen.

«Die harte Mischung für vorne haben wir als Reserve mitgenommen für den Fall, dass es 26 oder 27 Grad heiss wird», erklärte Thomas Scholz. «Die Hauptreifen für vorne werden also die Medium-Mischung und die Dual Compound-Konstruktion sein.»

Die Fahrer können für den Freitag bis zu sechs Vorderreifen einscannen lassen, aber am Freitagabend müssen sie nach den ersten Probefahrten manche ungebrauchte Reifen wieder herausrücken, sobald sie sich ein besseres Bild von den Verhältnissen gemacht haben. Wie gesagt: 13 Vorderreifen dürfen diesmal benützt werden, drei mal als üblich.

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