Marc Márquez: Auch auf Yamaha oder Ducati schnell?

Von Thomas Baujard
Marc Márquez auf der Repsol-Honda

Marc Márquez auf der Repsol-Honda

Marc Márquez ist ohne Frage ein unglaublich talentierter Fahrer. Doch könnte der Spanier seinen aggressiven Fahrstil für eine Yamaha ändern oder eine Ducati zähmen?

2013 und 2014 erzielte Marc Márquez traumhafte Erfolge mit der Honda RC213V. Der Katalane krönte sich 2013 als Rookie zum jüngsten Königsklasse-Weltmeister aller Zeiten. Im darauffolgenden Jahr demoralisierte er die Gegner mit zehn Siegen in den ersten zehn Rennen und dem erneuten Titelgewinn. Doch 2015 hatte Márquez Mühe mit dem zu aggressiven Motor der Repsol-Honda, was in sechs Rennstürzen und WM-Rang 3 resultierte.

Spielte der 22-Jährige bereits mit dem Gedanken, wie erfolgreich er auf der Weltmeister-Yamaha von Jorge Lorenzo oder der Ducati GP15 von Andrea Iannone gewesen wäre? «Man könnte unmöglich wissen, ob man schneller oder langsamer auf einem anderen Bike wäre. Doch natürlich denkt man darüber nach, wie es wohl mit anderen Bikes wäre, denn jede Maschine verlangt einen anderen Fahrstil», ist Márquez bewusst.

«Es ist sehr schwer zu sagen, auf welchem Bike ich schneller wäre. Für mich war 2014 die Honda das beste Bike. 2015 war sie das noch auf manchen Strecken, aber auf anderen hatten wir mehr Probleme. Derzeit ist es so, dass man für eine Yamaha oder eine Ducati einen völlig anderen Fahrstil bräuchte. Auch ich müsste meinen Stil auf die Charakteristik dieser Bikes erst anpassen», weiß Márquez.

Yamaha-Star Jorge Lorenzo war im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest davon überzeugt, dass er auf jedem Fabrikat schnell sein kann. «Viele sagen, dass die Yamaha sehr gut zu meinem Fahrstil passt und ich auf einer Honda oder auf einer aggressiven Maschine wie der Ducati nicht so schnell wäre. Doch ich denke, dass es eine meiner Stärken ist, mich sehr schnell an jede Art von Maschine anzupassen. Gib mir eine Supermoto oder ein Superbike, und ich bin trotzdem schnell. Wenn ein Fahrer einen gewissen Speed hat, dann hat er ihn normalerweise auch auf anderen Bikes. Doch man muss bedenken, dass nur Stoner ein solches Supertalent war, um mit der Ducati zu gewinnen. Valentino hatte ein anderes Modell in einem anderen Jahr, aber er war damit nie so schnell wie Casey. Doch generell sind schnelle Fahrer auf allen Maschinen schnell. Mit einer Honda würde ich später bremsen und weniger Kurvenspeed fahren, aber die Rundenzeiten wären trotzdem gut. Wenn man Márquez oder Pedrosa auf eine Yamaha setzt, dann werden sie auch auf die Zeiten von mir und Valentino kommen», ist der Mallorquiner überzeugt.

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