Andrea Dovizioso: «Anders als Vorfall in Argentinien»

Von Troy McLure
Andrea Dovizioso: «Dani ist kein Kamikaze-Fahrer. Es ist anders als in Argentinien»

Andrea Dovizioso: «Dani ist kein Kamikaze-Fahrer. Es ist anders als in Argentinien»

Der Pechvogel des Grand Prix von Austin hieß Andrea Dovizioso. Wie schon in Argentinien wurde der Ducati-Pilot von einem Gegner abgeräumt, als er auf Podestkurs lag.

Einige Beobachter rieben sich ungläubig die Augen, als Andrea Dovizioso zum zweiten Mal in Folge von einem Mitstreiter aus dem Rennen gerissen wurde. In Argentinien wurde er von seinem übermotivierten Teamkollegen Andrea Iannone auf Platz 2 liegend abgeräumt, in Austin stürzte Dani Pedrosa, dessen Honda riss «Desmo Dovi» mit sich. Anstatt 20 WM-Punkte aus Argentinien und 16 aus Austin mitzunehmen, reist Dovizioso mit nur 23 Punkten im Gepäck zurück nach Europa.

Er liegt nun auf WM-Rang 7. «Ich denke, dass ich Glück hatte, denn diese Maschinen sind sehr schwer. Es hätte also schlimmer ausgehen können. Ich habe zwar Schmerzen, aber nichts Ernstes. Es ist sehr enttäuschend, was passiert ist, denn wir hätten um einen Podestplatz kämpfen können. Es gibt aber auch viele positive Dinge, denn bei drei schwierigen und sehr unterschiedlichen Rennen waren wir schnell. Mein Gefühl ist zwar noch nicht bei hundert Prozent, um einen Sieg einfahren zu können, aber ich bin sehr glücklich, dass wir in jedem Rennen um einen Podestplatz kämpfen konnten», betrachtete Dovizioso die positiven Aspekte der ersten drei Saisonrennen.

Dani Pedrosa ging nach dem Ende seines Rennens auf direktem Weg in die Ducati-Box und entschuldigte sich. «Es ist immer enttäuschend, wenn jemand einen Fehler macht. Doch es kommt auch auf die Art an, wie er ihn macht. Wenn man eine lange Karriere hinter sich hat und nie etwas Schlechtes getan hat, wie Dani, dann weiß man, dass er das Risiko also nicht eingegangen ist, um mich zu berühren, anders als beim Vorfall in Argentinien. Das Resultat ist trotzdem schlecht, denn ich verlor wieder viele WM-Punkte, aber das kann passieren.»

«Ich habe nicht gesehen, wie es passierte. Aber es ist kein Geheimnis. Dort ist eine Bodenwelle, wenn man mit zu viel Bremsdruck auf diese Welle kommt, dann klappt das Vorderrad ein. Es war klar, dass es so passiert ist. Ich bremste etwas zu spät und Dani erkannte nicht, was passiert. Ich denke, er folgte mir und bremste auch zu spät. Er hat nicht schnell genug reagiert. Ich kenne Dani schon lange, er ist kein Fahrer, der ein unnötiges Risiko eingeht. Wir sind alle am Limit, da können Fehler passieren. Dani ist kein Kamikaze-Fahrer. Es ist anders als in Argentinien. Wenn er bestraft wird, dann dafür, dass er mir die Punkte geraubt hat, aber nicht wegen seiner Handlungen. Im schlechtesten Fall wäre ich Dritter geworden, denn Lorenzo wurde am Ende langsamer. Wir waren aber alle am Limit, denn wir hatten keinen Grip am Vorderrad.»

«An diesen drei Tagen versuchten viele Leute, Prognosen zu treffen, wie wir abschneiden werden, aber das war nicht möglich, denn wir kennen diese Reifen noch nicht besonders gut. Doch wir waren sehr stark auf drei unterschiedlichen Strecken. Das ist ein sehr gutes Zeichen», weiß der Italiener.

Hast du nun schlechtere Chancen auf einen Verbleib bei Ducati? «Ich denke nicht. Sie werden bei der Fahrerwahl nicht nur auf den Punktestand schauen, sondern auch beachten, wie er zustande kam. Wenn sie intelligent sind, dann schauen sie nicht nur auf Punkte und Speed, sondern überlegen sich, welche Art von Fahrer sie für die Zukunft brauchen.»

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