Andrea Iannone (Ducati): «Ich muss mit Kopf fahren»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Andrea Iannone

Andrea Iannone

Andrea Iannone scheint die Lektion gelernt zu haben. Er muss im MotoGP-Rennen in Assen vom letzten Startplatz losfahren. Und er will künftig vermehrt seinen Kopf einschalten beim Fahren.

Bestzeit in beiden freien Trainings am Freitag in Assen. Aber Andrea Iannone wird die starke Performance nicht viel nützen: Er muss am Sonntag vom letzten Startplatz wegfahren, weil er Lorenzo beim Catalunya-GP aus dem Sattel befördert hat.

Nur um 0,004 Sekunden war der Ducati-Held im FP2 schneller als Rossi und 0,133 sec schneller als Marc Márquez. Die Spitze liegt also dicht beisammen auf dem 4,542 km langen TT-Circuit.

«Das ist sicher ein gutes Resultat. Ich bin mit den Ergebnissen von FP1 und FP2 sehr zufrieden», stellte «The Maniac» fest. «Das war gut für uns. Wir sind sehr, sehr schnell gefahren. Und wir haben eine gute Pace. Aber ich will das Motorrad ein bisschen verbessern, denn bei den Richtungswechseln verlangt dieses Bike einen riesigen Kraftaufwand. Wenn ich die Vorderbremse nütze und gleichzeitig einbiege, dann muss ich enorm viel Kraft aufwenden. Ich weiss nicht, wie ich das 26 Rennrunden lang durchstehen soll. Für mich ist das momentan ein gewaltiges Problem. Aber wir werden versuchen, für den Samstag eine bessere Balance zu finden. Wir haben den Speed, das ist wichtig. Jetzt müssen wir schauen, dass uns die Richtungswechsel leichter fallen.»

Andrea Iannone startet erstmals aus der letzten Reihe. «Ich mache mir deshalb jetzt auch noch keine Gedanken. Morgen nach dem Quali werde ich mir den Grid anschauen, also die Startaufstellung, dann werde ich sehen, welche Fahrer vor mir stehen. Dann kann ich überlegen, wen ich überholen kann... Dann kann ich mir eine Strategie zurechtlegen.»

«Ich weiss auch nicht, was ich am Sonntag vom 21. Startplatz erwarten kann. Valentino ist in Valencia unter die Top-5 gefahren. Aber bei mir ist das eine ganze andere Story. Valentino hat um die Weltmeisterschaft gekämpft, ich kämpfe nicht um die WM. Jetzt ist alles anders, es ist ein anderes Jahr, ein anderer Fahrer, eine andere Situation. Ich will meine Situation nicht mit der von Vale vergleichen.»

«Der Samstag ist ein wichtiger Tag für uns, denn ich will mein Gefühl für das Motorrad verbessern. Auch das Set-up kann besser werden. Denn ich habe im ersten Teil der Kurven Chattering. Es wäre wichtig, dass wir das Bike verbessern können, damit ich meine Pace mit weniger Energie fahren kann. Das wäre interessant fürs Rennen. Ich möchte von der ersten bis zur letzten Runde pushen können. Welches Resultat möglich ist, weiss ich nicht. Platz 1 wäre mein Lieblingsergebnis», lachte Andrea. «Aber das wird schwierig. Ich werde mein Bestes geben. Erst im Rennen werde ich erkennen, wozu ich fähig bin von der letzten Reihe aus.»

Was hat sich an der 2016-Ducati seit dem Katar-GP geändert? Iannone wirkt verlegen: «Hm... Aäähhh. Sicher ist es für mich sehr schwierig, nicht maximal zu pushen. Ich gehe immer ans Limit. Auch wenn das Paket Fahrer/Motorrad dazu eigentlich nicht in der Lage ist. Ich will immer ein Topergebnis. Aber ich muss einsehen, dass man nicht immer unter den Top-3 mitfahren kann. Manchmal ist das schwierig. Das muss ich einsehen. Bisher habe ich im Kopf, dass ich immer vorne sein will, vorne sein muss, jeden Tag. Aber manchmal stossen wir mit dem Motorrad an ein Limit. Für meine Zukunft ist es besser, wenn ich in solchen Situationen gelassener bleibe, die Situation abschätze und etwas Gas rausnehme. Dazu bin ich bereit. ich will besser werden. Und für Ducati wäre es besser, wenn sie dafür mein Motorad verbessern. Ich, Andrea, werde meinen Kopf mehr benützen. Und Ducati soll ein paar Schwachstellen an der Desmosedici beseitigen. Denn wir sind immer sehr, sehr nahe am Limit mit dieser Maschine. Dadurch passieren sehr leicht Stürze, es kommt dadurch zu Fehlern.»

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