Andrea Dovizioso (Ducati): «Wir haben den Speed»

Von Günther Wiesinger
Andrea Dovizioso auf der Ducati: Erste Pole-Position seit Katar 2015

Andrea Dovizioso auf der Ducati: Erste Pole-Position seit Katar 2015

Das Ducati-Team hat in Assen an zwei Tagen bereits vier Bestzeiten erzielt, nur im FP4 war Marc Márquez Schnellster. Andrea Dovizioso blickt dem Rennen mit Zuversicht entgegen.

Aufatmen bei Ducati, denn die Pole-Position von Andrea Dovizioso kommt zur richtigen Zeit: Denn im Rennen von Barcelona hat der Ducati-Werkspilot nicht weniger als 36,4 Sekunden eingebüsst.

Es war die erste MotoGP-Pole für Dovi seit Katar 2015, die erste für Ducati seit Mugello 2015 (mit Iannone), die vierte insgesamt von Dovizioso, der seit 2008 in der Königsklasse fährt. Und es ist die 38. Quali-Bestzeit für Ducati seit dem MotoGP-Debüt 2003.

«Das war ein schwieriger Samstag», schilderte der 30-jährige Italiener. «Denn im FP4 haben wir im Nassen sehr viele Stürze gesehen, ich bin ums Haar auch fast runtergefallen. Es war sehr schwierig, das Vorderrad unter Kontrolle zu halten. Aber es war wichtig, im FP4 das Qualifying vorzubereiten. Wir haben das Set-up geändert. Im Qualifying waren die Verhältnisse wieder etwas anders. Man musste im Quali sehr rasch erkennen, wie stark sich die Piste verändert hatte... Denn die Piste hat sehr rasch aufgetrocknet. Es war unsere Strategie, nur einen Exit zu machen. Aber nach zwei Runden habe ich mich entschieden, diese Strategie zu ändern. Das fiel mir leicht, weil ich bereits eine anständige Zeit verbucht hatte. Und ich hatte zwar im letzten Run nur eine einzige fliegende Runde, aber es war besser, dass wir einen anderen Hinterreifen hatten, das hat sich bewährt. Ich hatte auch Glück, weil ich am Schluss hinter Valentino rausgefahren bin. So war es recht einfach, diese 1:45,2-min-Runde zu fahren, denn ich hatte einen Referenzpunkt vor mir.»

Die MotoGP-Fahrer hatten 2016 noch nicht oft Gelegenheit, sich mit den Michelin-Regenreifen vertraut zu machen. «Heute war der Grip hinten sehr gut. Aber es war mühsam, den Vorderreifen richtig einzuschätzen», sagte Dovi. «Es ist immer so: Wenn sich die Reglemente ändern, musst du dich mit der neuen Situation abfinden. Wie ich gesagt habe: Im FP4 haben wir gesehen, wie es in Wirklichkeit hinten und vorne mit dem Grip aussieht. Also haben wir das Bike umgebaut. Und ich habe meine Linie geändert und auch den Fahrstil im Nassen...»

Zwei Bestzeiten von Iannone am Freitag, Bestzeit von Dovi im FP3 und im Qualifying – Ducati befindet sich wieder auf dem Vormarsch.
«Ich bin happy mit der Art und Weise, wie wir an diesem Weekend gearbeitet haben. Ich habe nicht erwartet, hier diesen Speed zu haben. Aber unsere Pace ist im Trockenen nicht so schnell wie jene von Valentino. Er ist im Trockenen der Schnellste. Aber wir sind nahe dran. Das ist wirklich gut, besonders nach dem üblen Weekend in Barcelona. Aber wir brauchen noch mehr Konstanz und Beständigkeit, wenn wir wirklich im Rennen bis zur letzten Runde mitfighten wollen. Aber ich war im FP3 sehr schnell, der Speed ist also vorhanden. Jetzt können wir uns vor dem Rennen noch um ein paar Details kümmern.»

Dovizioso war schon 2014 mit der Ducati Zweiter in Assen. Auch damals war es im Rennen nicht trocken. Der 30-jährige Routinier hat bisher nur ein MotoGP-Rennen gewonnen von 248 – das war im Regen von Donington 2009 auf der Repsol-Honda. Und Ducati hat seit dem 17. Oktober 2010 in Phillip Island (durch Casey Stoner) keinen MotoGP-Sieg errungen.

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