Cal Crutchlow (LCR): Plädoyer für den Sachsenring

Von Günther Wiesinger
MotoGP
LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow kennt die unangenehmen Seiten des Sachsenrings wie Turn 11 zur Genüge. Trotzdem will er auch künftig dort um WM-Punkte fighten.

Cal Crutchlow hat zwar im Turn 11 auf dem Sachsenring auch schon seine fürchterlichen Erfahrungen gemacht, zum Beispiel im dritten freien MotoGP-Training am Samstag vor drei Jahren. Und auch Samstagfrüh beim Grand Prix 2016 stieg er dort ab.
Trotzdem plädiert der LCR-Honda-Pilot für eine Fortführung des WM-Laufs in Hohenstein-Ernstthal.

Kein Wunder: Cal hat in seiner MotoGP-Karriere bisher zwei zweite Plätze erreicht, beide auf dem Sachsenring. 2013 hat er dort den Sieg gegen Marc Márquez nur um 1,5 Sekudnen verpasst. Ein GP-Sieg fehlt noch in der Bilanz des LCR-Honda-Piloten.

«Ich bin auch auf dem Nürbürgring schon gefahren. Aber mir gefällt es auf dem Sachsenring», liess Cal durchblicken. «Wir müssen uns mit den Bedingungen abfinden, wir müssen uns mit dieser Rennstrecke abfinden. Wir alle wissen, dass der Sachsenring für die MotoGP-Piste eine Art Go-Kart-Circuit ist. Aber wir haben dort grossartige Unterstützung durch die Fans, es kommen sehr viele Zuschauer. Der Promoter leistet bei diesem Grand Prix gute Arbeit. Für mich persönlich spielt es eigentlich keine Rolle. Aber ich wäre traurig, wenn wir hier weggehen würden. Ich will diesen Schauplatz in Sachsen nicht verlassen. Er hat seine Besonderheiten. Ich mag aber auch den Nürburgring, das ist keine schlechte Rennstrecke.»

Wie schätzt Crutchlow den Sachsenring in punkto Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu anderen GP-Pisten ein? «Das ist eine schwierige Strecke. Du musst viel nachdenken. Alle glauben, es sei einfach, weil es dauernd nur Linkskurven gibt. Wir haben drei Rechtskurven und zehn Linkskurven... Aber die Linkskurven sind ja alle unterschiedlich. Bei manchen musst du hart bremsen, manche sind sehr schnell, manche sind sehr eng. Du kannst dich keine Sekunde ausruhen, wirklich nirgends. Du hast überall Wheelie-Probleme. Barcelona ist ein bisschen ähnlich, aber dort hast du auf den Geraden mehr Zeit zum Nachdenken, zum Beispiel kannst du dir dort Gedanken über den nächsten Bremspunkt machen. Auf dem Sachsenring geht das nicht. Du kannst dort keine Sekunde nachdenken. Du überhitzt den Vorderreifen in Turn 2, Turn 5, Turn 6, Turn 7. Das ist eine trickreiche Rennstrecke. Aber ich kann euch verraten, mit der Yamaha war es dort ein Kinderspiel. Da hätte ich während des Fahrens eine Zigarre qualmen können. Die Yamaha mit ihrer sanften Kraftentfaltung war 2013 in Sachsen einfach sehr geschmeidig... Ich bin damals Zweiter geworden, knapp hinter Marc. Klar, es lag nicht nur an der Yamaha. Aber die Yamaha ist zweifellos in Sachsen einfach zu fahren.»

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