Sieger Andrea Iannone: «Ein magischer Moment»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Andrea Iannone: Der Medium-Hinterreifen war der Schlüssel zum Erfolg

Andrea Iannone: Der Medium-Hinterreifen war der Schlüssel zum Erfolg

Ein Meilenstein: Andrea Iannone sorgte auf dem Red Bull Ring für den ersten MotoGP-Sieg für Ducati seit dem 17. Oktober 2010. In der Startaufstellung traf er eine bedeutende Entscheidung, die ihm zu Sieg verhalf.

Nach 2128 Tagen kam die Erlösung für Ducati. Andrea Iannone fuhr auf dem Red Bull Ring zunächst die Pole und dann auch den Sieg ein. Es war der erste MotoGP-Sieg für den 27-jährigen WM-Sechsten aus Vasto und der erste MotoGP-Sieg für Ducati, seit Casey Stoner 2010 auf Phillip Island triumphiert hatte. «Es war ein magischer Moment für mich, aber auch für uns, denn Ducati konnte nach sechs Jahren wieder siegen. Besonders schön ist, dass ich der erste Ducati-Sieger nach Casey Stoner bin, der ein wirklich sehr starker Fahrer ist. Er war immer schnell. Für mich und für uns alle ist das ein sehr besonderer Moment.»

«Es ist sehr schwierig, meine Gefühlslage zu erklären, aber es war ein unglaubliches Rennen. Andrea war sehr schnell und spät auf der Bremse, auch Jorge hat von Anfang an sehr hart gepusht, um vor mir zu bleiben, aber ich habe alles gegeben. Da ich mit dem weicheren Hinterreifen unterwegs war, musste ich darauf achten, dass ich ihn nicht zu sehr beanspruche und Spinning vermeide. Diese Strategie war fantastisch. Auch mit dem Tankinhalt ging ich richtig um. In der ersten Rennhälfte sparte ich Sprit, in der zweiten Rennhälfte änderte ich dann das Mapping, darum pushte meine Maschine noch mehr. Diese Strategie und die Arbeit des Teams in der Box waren perfekt. Das ist ein sehr wichtiger Moment für mich», strahlte der Sieger.

Kurz vor dem Start des MotoGP-Rennens über 28 Runden ließ Andrea Iannone vom harten auf den weicheren Hinterreifen wechseln. Eine mutige, aber richtige Entscheidung. «Ja, ich denke, das war ein großes Risiko, denn wenn du weißt, dass du eine gute Chance auf den Sieg hast, aber alle anderen mit dem harten Hinterreifen starten, du aber mit dem weicheren fahren willst... Meine Ingenieure fragten mich, warum ich das tun will», lachte Iannone. «Am Samstag fuhr ich den harten und den weichen Hinterreifen. Ich war mir nicht sicher. Meiner Meinung nach ließ der weiche Hinterreifen nicht so stark nach. Ich denke, ich habe eine wirklich gute Entscheidung getroffen. Es war aber nicht einfach. Denn nur ich dachte, dass das richtig ist. Ich habe Vertrauen zu mir selbst, deshalb entschied ich mich so. Das war eine starke Entscheidung», lobte sich Iannone.

Vor dem Österreich-GP hatte sich der Italiener bei einem Trainingsunfall die Rippen geprellt. Im Rennen half ihm das Adrenalin die Schmerzen auszublenden. «Meine Rippen fühlten sich überraschend Tag für Tag viel besser an. Die Schmerzen wurden geringer. Michele Zaza von der Clinica Mobile und mein Physiotherapeut Matteo haben einen großartigen Job gemacht. In den letzten fünf Runden hatte ich ein bisschen Schmerzen, aber da ich auf Platz 1 lag und Chancen auf meinen ersten MotoGP-Sieg hatte, war das Adrenalin-Level sehr hoch. Ich merkte es kaum und pushte bis zur Ziellinie», lachte der Sieger des Grand Prix von Österreich.

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