Max Nagl (TM): MXGP-Countdown und Reise-Marathon

Von Johannes Orasche
Motocross-WM MXGP
Max Nagl ist hochmotiviert

Max Nagl ist hochmotiviert

Der deutsche MXGP-Star Max Nagl absolviert beim GP von Argentinien am Sonntag seinen ersten WM-Einsatz für das TM-Werksteam.

Max Nagl hat nach dem bitteren Aus bei Rockstar-Energy-Husqvarna den Turnaround geschafft und sich seit vergangenen Herbst mit viel Eigeninitiative und Willen ein neues Umfeld im kleinen Werksteam von TM Racing aufgebaut. Seine Gage und die Reisekosten deckt er mit treuen Partnern und dem neu gewonnenen Sponsor, dem Premium-Käsehersteller Schönegger Käse Alm, ab.

Jetzt wird es ernst: Im Vergleich zu den Top-Stars wie Tony Cairoli muss Nagl zwangsweise kleinere Brötchen backen. Deswegen ging es Mittwochabend für den Weilheimer mit einem 13-stündigen KLM-Economy-Nachtflug vom Amsterdamer Flughafen Schiphol aus nach Buenos Aires. Vom nationalen Flughafen in der argentinischen Hauptstadt ging es für Nagl dann per Inlandsflug weiter in Richtung Südwesten nach Bariloche in die Provinz Neuquen. Die Piste befindet sich in Villa la Angostura an den Ausläufern der Anden.

Der 30-Jährige hat in den vergangenen Tagen noch intensiv in seiner Wahlheimat Belgien und auf der benachbarten Sandpiste im deutschen Grevenbroich trainiert. Die Probleme mit dem seit dem Saisonauftakt im Februar in Riola verletzten linken Ellenbogen, wo sogar ein Knochenriss festgestellt wurde, hat der junge Familienvater nach intensiver Therapie gut im Griff. Nagl ist hochmotiviert und hat mehrfach betont, dass jeder Werksfahrer, den er hinter sich lässt, in der Anfangsphase ein Erfolg für das junge Projekt wäre.

Auch Nagls Material ist am Donnerstag im offiziellen Frachtkonvoi in den Cargo-Kisten im Fahrerlager angekommen. Danach wurden die Bikes im TM-Vorzelt zusammengebaut. Nagl verfügt vor Ort über zwei 450-ccm-Werksmotorräder, an denen in den vergangenen Wochen noch einige Updates vorgenommen wurden. TM setzt übrigens auf Feder-Elemente aus dem Hause Kayaba, für Nagl ist es nach WP und Showa der dritte Suspension-Hersteller, den er in der WM einsetzt.

Zur Erinnerung: Bei den Rennen in Mantova holte der deutsche trotz der Ellenbogen-Minifraktur die Plätze 5 und 6. Mit dem Italiener Samuele Bernardini hat Nagl 2018 einen Teamkollegen, der jedoch in der Klasse MX2 antritt.

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