Lukas Tulovic: Verschnupft in Spanien bei STK 600

Von Esther Babel
Rundstrecke

Mitte Juli ging es für Lukas Tulovic ins Motorland Aragón, es standen die Rennen 4 und 5 der Spanischen Superstock600 Meisterschaft für ihn und sein Team WIMU Yamaha CNS auf dem Programm.

Ausgerechnet zum ersten von zwei Rennwochenenden in dieser Saison, an denen jeweils zwei Rennen ausgetragen werden, erwischte Tulovic eine dicke Erkältung, die ihn nicht nur seine Stimme sondern auch massiv Kraft kostete.

Im ersten von zwei Qualifyings konnte Tulo #3 eine nahezu perfekte Runde aufbieten, die ihm Platz 2 brachte. Im zweiten Qualifying ließ er es etwas ruhiger angehen. Nur ein Konkurrent konnte sich noch an ihm vorbei schieben, so dass Tulovic von Startplatz 3 und damit aus der ersten Startreihe in beide Rennen gehen konnte. «Eine riesen Leistung bei angehender Erkältung mit Hals- und Kopfschmerzen», zeigte sich Peter Bales, Manager von Lukas Tulovic, beeindruckt von der Ausdauer seines Schützlings. «Im zweiten Qualifying ließ die Wirkung der Medikamente etwas nach.»

«Nach den Trainingssitzungen hatte Lukas sich etwas hingelegt, um sich zu erholen und zu entspannen. Das ist aber leider nur bedingt gelungen», berichtet Bales nach dem ersten Rennen. «Lukas hat vom Start weg eigentlich gut mithalten können und war immer in Schlagdistanz – gut eine Sekunde von der Spitze weg auf Platz 6 liegend. Dann musste er leider einem Kontrahenten ausweichen, was ihn schlussendlich auf Platz 7 ins Ziel brachte. Alles in allem sind wir aber, trotz der gesundheitlichen Einschränkungen, absolut zufrieden mit dem Ergebnis.»

«Im zweiten Rennen hatte ich einen mega-guten Start», berichtet nach einer erholsamen Nacht ein auch stimmlich erstarkter Lukas Tulovic, «und war in Kurve 1 sogar vorne. In Kurve 5 kam aber ein Kontrahent richtig aggressiv bei mir rein gestochen. Damit hatte ich da nicht mehr gerechnet, denn er kam wirklich im allerletzten Moment. Ich musste mein Motorrad aufrichten und bin auf den dritten Rang zurückgefallen, konnte aber den Kontakt zur Spitze halten. In der dritten Runde bin ich am Ende der Gegengerade beim Herunterschalten zwischen die Gänge gekommen. Das war dann wie Leerlauf, was mir mit der Yamaha bis dahin noch nie passiert ist. Da kommt man richtig schnell an und ich bin dadurch weit gegangen. Ich bin ans Ende der Gruppe zurückgefallen und hab danach meine Reifen richtig hart ran genommen, um mich wieder nach vorne zu arbeiten.» Seine Aufholjagd brachte ihn zurück von Platz 9 auf Platz 6 - die Lücke zur Gruppe davor war da schon zu groß geworden.

«Vor mir ist Anthony West gestürzt», erzählt er weiter. «Eine Runde danach ist mir in der Kurve das Vorderrad eingeklappt und hat 15 Meter lang richtig quer gestanden. Ich hab das Motorrad irgendwie über das Knie wieder hoch gedrückt, keine Ahnung wie - das war echt so ein Marquez-Ding. Dann hab ich mir gedacht, nimm Platz 6 einfach mit. Aber leider war es das noch nicht für mich in dem Rennen. In der vorletzten Runde bin ich am Ende der Gegengeraden wieder zwischen die Gänge gekommen und bin erneut zurückgefallen. Dann lag ich auf Platz 8 und hab den auch ins Ziel gebracht.»

Sein Fazit des Wochenendes: «Der Speed war in beiden Rennen da, um ums Podium kämpfen zu können. Es ist halt blöd gelaufen. Jetzt sind es noch drei Rennen und Valencia sowie Jerez mag ich und die Strecken liegen mir. Wir müssen jetzt in allen drei Rennen aufs Podium, wenn nicht sogar gewinnen, um die Meisterschaft noch zu holen. Aber ich blicke positiv nach vorne und bin guter Dinge.»

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