Althea BMW-Boss Bevilacqua fordert mehr Einschnitte

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Loris Baz pilotiert 2018 die Althea BMW

Loris Baz pilotiert 2018 die Althea BMW

Für die Superbike-WM 2018 wurde die Wertung des besten 'independent Rider' eingeführt. Doch was bedeutet das? Althea Boss Genesio Bevilacqua pocht darauf, dass sein BMW-Team mit einem Werksteam nichts zu tun hat.

Auf Phillip Island erlebten wir es zum ersten Mal: Nicht nur die Top-3 wurden bei der Siegerehrung den Fans präsentiert, sondern auch der beste 'unabhängige Pilot' – darunter versteht die Dorna als Promoter der Superbike-WM grob, ob es sich um ein werksunterstütztes Team handelt oder nicht.

Von 19 Stammpiloten gelten aber 13 als Werkspiloten, nur die Piloten der Ein-Mann-Teams Barni Ducati, Triple-M Honda, Guandalini Yamaha sowie die Kawasaki-Teams Puccetti, Go Eleven und Orelac gelten unabhängig. «Ich bevorzuge, mein Team als Kundenteam zu bezeichnen – das Engagement eines offiziellen Herstellers in der Superbike-WM ist eine ganz andere Nummer», wehrte sich Althea-Boss Genesio Bevilacqua gegenüber SPEEDWEEK.com gegen die Einschätzung seiner Mannschaft als Werksteam.

Zur Erinnerung: Althea ist das einzige BMW-Team in der Superbike-WM. Der bayerische Hersteller sorgt über sein Kundensportprogramm für die Entwicklung von Motor und Elektronik. Jedes Team könnte dieses Material käuflich erwerben.

Die neuen Regeln für die Superbike-WM 2018 gehen Bevilacqua noch nicht weit genug. «Trotz der neuen Regeln konnte man sehen, dass sich nicht sehr viel geändert hat. Für mich macht Jonathan Rea als der beste Fahrer im Feld noch immer den Unterschied aus, die anderen Piloten liegen aber sehr eng beieinander. Man muss auch bedenken, dass Phillip Island nicht ideal ist, um die wahren Kräfteverhältnisse über die gesamte Saison einschätzen zu können», meinte der 58-Jährige weiter. «Grundsätzlich erwarte ich, dass das Team von den neuen Regeln profitiert, das am wenigsten ändern muss. Wir haben bei der BMW keine Drehzahlbeschränkung im Vergleich zu 2017, deshalb haben Kawasaki und Ducati nun etwas mehr zu kämpfen, auf der anderen Seite haben sie die besten Fahrer unter Vertrag. Man kann nach Phillip Island noch nicht viel dazu sagen, wie die Saison verlaufen wird. Mein Eindruck ist aber, dass die Einschnitte noch nicht ausreichen – bei weitem nicht!»

Der Keramik-Unternehmer denkt dabei bereits an die Saison 2019, für die die Einführung einer Einheitselektronik diskutiert wird. «Für einen wirklichen Reset der Meisterschaft muss jeder mit der Elektronik antreten, ansonsten hat ein Team wie das unsrige keine Chance. Ein echtes Werksteams wie Kawasaki hat viel größere finanzielle Möglichkeiten, um das beste Paket zu schnüren – möglicherweise ist es auch Erfahrung.»

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