Wie Michael vd Mark für Yamaha Platz 2 erreichte

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Michael van der Mark holte in Thailand sein erstes Podium 2018

Michael van der Mark holte in Thailand sein erstes Podium 2018

Am Rennsonntag präsentierte sich Yamaha-Pilot Michael van der Mark wie ausgewechselt und brauste im zweiten Rennen der Superbike-WM in Buriram als Zweiter aufs Podium. «Bald will ich gewinnen», kündigte er an.

Nach den Freitag-Trainings war Michael van der Mark mit nur 0,242 sec Rückstand zuversichtlich, im ersten Rennen am Samstag um eine Podiumsplatzierung kämpfen zu können – es wurde aber nur der siebte Rang.

Am Rennsonntag legte der Yamaha-Pilot nach und führte den zweiten Lauf für insgesamt sechs Runden an, der zweite Rang auf dem Podium ist der verdiente Lohn.

Im Gespräch mit SPEDWEEK.com verriet der mit 45 Punkten WM-Sechste die Gründe für seine Leistungssteigerung, warum er an seinen ersten Superbike-Sieg glaubt und was er von seinem früheren Team hält – Red Bull Honda.

Michael, Glückwunsch zum zweiten Platz! Du bist ein starkes Rennen gefahren und musst zufrieden sein?

Ich bin total happy mit dem zweiten Rennen. Nach dem ersten Lauf war ich nicht wirklich zufrieden. Meine Pace war gut und ich fühlte mich stark, im Rennen konnte ich den Speed der anderen aber plötzlich nicht mitgehen. Ich hatte massive Probleme mit dem Grip am Vorderrad. Aber heute konnte ich vorne kämpfen.

Wie schon am Samstag und in Australien hast du dir einen sehenswerten Fight mit deinem Teamkollegen Alex Lowes geliefert.

Der Fight mit Alex war unterhaltsam und fair. Wir hatten beide einen ziemlich guten Speed. Irgendwann konnte ich eine kleine Lücke herausfahren, wurde dann aber von Davies überholt – mehr als ihm zu folgen, war nicht möglich. Mir war klar, dass er sehr schnell sein würde und ich habe erst gar nicht versucht zu kontern. In drei Kurven hatte ich auch Schwierigkeiten und dann kam der Punkt, als er mir wegfuhr. Also blieb ich ruhig und konzentrierte mich darauf, den zweiten Platz nach Hause zu fahren. Aber Alex machte enormen Druck und mein Vorsprung wurde geringer. Jetzt bin ich überglücklich.

Was habt ihr am Bike geändert, wodurch du im zweiten Rennen so viel konkurrenzfähiger warst?

Wir sind auf das Setting vom dritten Training zurückgegangen und haben einen anderen Vorderreifen verwendet – damit haben wir dann das Podium erreicht.

Hatte die geänderte Startaufstellung auch einen Anteil am Podium?

Ganz klar. Wenn die Abstände zwischen den Bikes so gering sind wie in Thailand, dann ist das ein Vorteil. Auf einer anderen Rennstrecke, wo die Abstände der Top-10 größer sind, werden es die schnellsten Jungs nach vorne schaffen. Hoffentlich geht es in dieser Saison aber immer so eng zu wie hier. Ehrlich gesagt würde ich auch gerne mal vom neunten Platz ins zweite Rennen starten...

Du willst diese Saison also unbedingt deinen ersten Sieg in der Superbike-WM einfahren?

Definitv. 2017 habe ich das erste Podium erst sehr spät in der Saison geschafft, nun haben wir es bereits beim zweiten Meeting erreicht. Das sagt mir, dass die Basis der Yamaha wirklich gut und besser als letztes Jahr ist – wie alle müssen aber auch wir uns weiter steigern.

Welchen Bereich vom Bike meinst du?

Verglichen mit Davies und seiner Ducati ist unser Bike am Kurveneingang weniger stabil. Generell das Handling in den Kurven, wobei wir es für Sonntag besser hinbekommen haben als am Samstag.

Was sagst du zu deinem alten Team – heute Red Bull Honda?

Ich habe immer an das Team geglaubt. Letzte Saison war für sie enorm schwieriges Jahr, das alles hatten sie nicht verdient. Jetzt haben sie einen schnellen Fahrer und machen konstant Fortschritte. Das ist nicht nur gut für das Team, sondern für die gesamte Meisterschaft. Ich gehe davon aus, dass wir sie bald um Siege kämpfen sehen. Wir brauchen mehr Bikes und Fahrer, die um den Sieg fahren.

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