Ducati ratlos: Wie kam es zur Donington-Blamage?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Platz 5 von Chaz Davies im zweiten Rennen der Superbike-WM in Donington Park war der einzige Lichtblick für Ducati. Teammanager Serafino Foti sucht nach Erklärungen, was letztes Wochenende schief lief.

In Donington Park kann Ducati in den vergangenen zehn Jahren nur zwei Siege vorweisen: Troy Bayliss 2008 in Lauf 2 und Carlos Checa 2011 ebenfalls im zweiten Rennen. Seit 2012 setzt der Hersteller aus Bologna in der Superbike-WM die Panigale ein, sie gewann auch bei ihrem letzten Einsatz 2018 nicht. Ab 2019 kommt die neue 1000-ccm-V4 zum Einsatz.

Im ersten Rennen kam Chaz Davies mit 18,5 sec Rückstand als Achter ins Ziel, Marco Melandri stürzte auf Platz 11 liegend. Youngster Michael Rinaldi wurde Zwölfter und Javier Fores gab an vorletzter Stelle liegend mit einer «unfahrbaren» Panigale auf.

Im zweiten Lauf wurde Davies immerhin Fünfter, Melandri strandete mit 23,8 sec Rückstand auf Platz 11, Fores gab erneut auf und Rinaldi blieb schon am Start mit Maschinenproblemen stehen.

«Wir müssen das Wochenende differenziert betrachten», hielt Aruba-Ducati-Teammanager Serafino Foti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Im ersten Rennen am Samstag war es für alle Ducati-Piloten schwierig, wir wissen nicht warum. Wir haben alle Daten analysiert und versucht, die Motorräder für Lauf 2 zu verbessern. Alle Fahrer haben sich über fast alle beschwert. Das Motorrad ließ sich nicht abbremsen, schlecht einlenken und war instabil. Im zweiten Rennen verlor Chaz das Rennen in der ersten Kurve, als er nach außen gedrückt wurde. Seine Pace war gut genug fürs Podium, ihm fehlten nur 4,8 sec zum Sieg. Für Marco war es erneut ein sehr schwieriges Rennen.»

Und was lief im Barni-Team schief? «Das ist schwer zu verstehen», grübelte Foti. «Fores hatte kein Gefühl für das Motorrad und hörte deshalb jeweils auf. Er war eh nur 18. oder so, das ist keine normale Position für ihn. Aus welchen Gründen auch immer, hatten dieses Jahr alle Ducati in Donington Schwierigkeiten. Nur Chaz hatte am Sonntag die gleiche Pace wie letztes Jahr.»

Waren es reine Abstimmungsprobleme? «Ich weiß es nicht», räumte der Teammanager ein.

Und weshalb blieb Rinaldi am Start des zweiten Rennens stehen? «Vermutlich hat die Kupplung nicht richtig gearbeitet, als er den Gang einlegen wollte. Wir haben uns den Motor und das Getriebe angeschaut, da ist alles in Ordnung. Es muss ein kleines mechanisches Problem gewesen sein.»

Bei der Konkurrenz gab es Mutmaßungen, dass Ducati von der FIM technisch eingebremst wurde – es kommt immer wieder mal vor, dass der Weltverband eingreift. «Nichts dergleichen ist geschehen», erfuhr SPEEDWEEK.com auf Nachfrage bei der FIM.

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