Honda: Was die 500/min mehr laut Leon Camier bringen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Leon Camier in Assen

Leon Camier in Assen

Vor den Rennen der Superbike-WM in Assen wurden die Maximaldrehzahlen der Motorräder angepasst. Während die Ducati um 250/min gedrosselt wurden, bekam Honda als einziger Hersteller mehr Umdrehungen zugesprochen.

Die Balance-Regel sorgt immer wieder für hitzige Diskussionen, doch was ändert sich durch die Korrekturen der Maximaldrehzahlen wirklich?

«250/min weniger sind Peanuts», spottete Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea über die Reduktion bei Ducati. «Ich bin keiner Techniker, weiß also auch nicht, welche Auswirkungen das auf ihr Motorrad hat. Wir haben in einer Saison fast 1400/min verloren und trotzdem fuhr ich anschließend schneller. Wenn du die Drehzahl runterschraubst, dann siedelst du die Motorleistung eben in einem anderen Bereich an.»

Die drei Honda-Piloten Leon Camier, Ryuichi Kiyonari und Alessandro Delbianco bekamen für die Events in Assen, Imola und Jerez 500/min mehr zugesprochen, die Honda CBR1000RR Fireblade SP2 darf jetzt 15.050 statt bislang 14.550/min drehen.

Nach Jerez überprüfen WM-Promoter Dorna und der Motorrad-Weltverband FIM erneut, ob die Drehzahlen angepasst werden müssen. Dies geschieht alle drei Events.

«In Assen kommt es nicht so sehr auf die Motorleistung an», meinte Camier zum technischen Zugeständnis an Honda. «Ein Vorteil der höheren Drehzahl ist, dass wir bei der Übersetzung jetzt mehr Möglichkeiten haben. Du kannst auch das verfügbare Drehmoment besser nützen, wenn du beim Schalten 500/min mehr zur Verfügung hast. Beim Fahren in Assen merkst du das aber nicht, weil du in den Erste- und Zweite-Gang-Kurven sowieso nicht die verfügbare Leistung nützen kannst. Auch gibt es unser Chassis nicht her, dass wir mehr Leistung nützen könnten. Wir bekamen für Assen keine neuen Teile.»

Seit einigen Jahren muss in der Superbike-WM die gesamte Saison mit der gleichen Getriebeübersetzung gefahren werden. Auch in diesem Punkt machen sich die 500/min zusätzlich positiv bemerkbar. «Durch das breitere Drehzahlband kannst du die Gänge in den Kurven so nützen, dass sie eher passen», erklärte Camier SPEEDWEEK.com. «Mit der vorgeschriebenen Getriebeübersetzung bist du sehr oft eingeschränkt, mehr Drehzahl ergibt mehr Möglichkeiten.»

Seit Assen dürfte Honda auch eine Motorausbaustufe mit den homologierten Konzessionsteilen einsetzen. Doch aus Japan ist zu hören, dass für dieses Jahr kein Upgrade geplant ist.

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