Schreck mit 170 km/h: Sykes 50 Meter weit gerutscht

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Tom Sykes (vorne) befand sich in starker Gesellschaft

Tom Sykes (vorne) befand sich in starker Gesellschaft

Obwohl im zweiten Superbike-Hauptrennen in Jerez vier Spitzenfahrer stürzten, kam Tom Sykes mit seiner BMW S1000RR nur als Siebter ins Ziel. Das Team versucht herauszufinden, weshalb es an Grip mangelte.

WM-Leader Alvaro Bautista (Ducati), Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes, Chaz Davies (Aruba Ducati) und Marco Melandri (GRT Yamaha) versenkten im zweiten Lauf auf dem Circuito de Jerez ihre Motorräder im Kiesbett. Trotzdem kam Tom Sykes als bester BMW-Fahrer nur als Siebter ins Ziel, Teamkollege Markus Reiterberger wurde Zwölfter.

«Wir sehen die Fortschritte, die wir mit der neuen BMW S1000RR kontinuierlich machen, aber aus verschiedenen Gründen können wir diese noch nicht in allen Rennen konstant in entsprechende Ergebnisse umsetzen», erklärte Motorsport-Direktor Marc Bongers. «Daher fällt unsere Jerez-Bilanz gemischt aus. Im zweiten Hauptrennen hätten wir, in Anbetracht dessen, dass einige Topfahrer ausgefallen sind, eindeutig bessere Positionen einfahren müssen. Jedoch hatten beide Fahrer Schwierigkeiten mit dem Grip. Wir werden analysieren, was die Ursache dafür war.»

Tom Sykes: «Ich hatte eine massive Schrecksekunde in einer schnellen Rechtskurve, habe bei 170 km/h die Kontrolle über den Vorderreifen verloren und bin über 50 Meter weit gerutscht. Es war Glück, dass ich das abfangen konnte. Danach ist es mir gelungen, wieder auf die Jungs vor mir aufzuschließen, aber ich bin nicht an ihnen vorbeigekommen. Insgesamt haben wir mit der Motorperformance, die wir im Moment haben, einige gute Resultate eingefahren. Ich bin mir sicher, dass wir uns weiter in Richtung Podium entwickeln. Wir müssen nur daran arbeiten, die kleine Lücke nach vorne zu schließen. In Misano machen wir hoffentlich den nächsten Schritt.»

In zwei Wochen wird an der Adria erstmals ein speziell für die Superbike-WM entwickelter Motor zum Einsatz kommen. «Wir begannen das Jahr mit einem Testmotor, der mehr oder weniger Serie war», erklärte Teamchef Shaun Muir gegenüber SPEEDWEEK.com. «Für den Saisonstart in Australien hatten wir einen Prototyp, der versiegelt wurde. Für Aragon gab es eine kleine Verbesserung. Zwischen Aragon und Jerez bekamen wir neue Öle und einen anderen Auspuff, die zur Leistungssteigerung beitrugen. Der Motor mit zusätzlicher Leistung, der sich aktuell auf dem Prüfstand befindet, kommt für den nächsten Event in Misano. Wieviel mehr Power wir damit genau haben werden, bin ich mir nicht sicher – es werden zwischen 4 und 8 PS sein. Ab dann werden wir auf dem Level von Yamaha sein.»

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