Marco Melandri: «Fan-Kontakt ist wichtig!»

Von Katja Müller
Superbike-WM
Marco Melandri hat erst einen Tag für BMW getestet

Marco Melandri hat erst einen Tag für BMW getestet

Marco Melandri sicherte sich in seiner ersten Superbike-WM-Saison mit Yamaha den Vize-WM-Titel hinter Carlos Checa. 2012 fährt der Italiener im BMW-Werksteam und hat sich einiges vorgenommen.

Nachdem Yamaha Anfang August überraschend den Ausstieg aus der Superbike-WM bekanntgab, musste sich der 29-Jährige nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen. Anfang Oktober kam es zur Vertragsunterzeichnung mit BMW. Vom 23. bis 25. November (Jerez) und 28. bis 30. November (Portimao) stehen weitere Testfahrten für ihn an. Dort will Melandri zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Leon Haslam versuchen, die Probleme der BMW S1000RR zu lösen.

Marco, die Superbike-WM war bei der Motorradmesse EICMA in Mailand mit einigen Fahrern präsent. Was hältst du davon?
Ich habe schon in der Vergangenheit gesagt, dass es gut ist, wenn die Fans die Fahrer treffen können. Das verbindet und macht die besondere Atmosphäre im Motorradrennsport aus. Damit unterscheiden wir uns von anderen.

Du kommst gerade aus Deutschland, hast dort BMW einen Besuch abgestattet. Warum?
Wir hatten ein Treffen, einfach nur um uns kennenzulernen und die Arbeitsumgebung zu sehen. Im Moment können wir noch keinen Plan aufstellen, es ist noch zu früh dafür, ich bin erst einen Tag gefahren. Vor uns liegen aber einige Termine, Ende November wird hektisch. Ich hoffe, dass das Wetter auf unserer Seite sein wird. Es ist wichtig, die Stärken der Maschine herauszufiltern, dann wissen wir auch, woran wir arbeiten müssen. Wir müssen uns schnell an die neuste Entwicklung gewöhnen, um keine Probleme wie 2011 zu haben.

Mit Leon Haslam hast du einen neuen Teamkollegen. Glaubst du, dass es sehr anders sein wird, als 2011 mit Laverty?
Leon ist ein sehr starker Fahrer, er ist 2010 mit Suzuki Zweiter geworden, und das nicht zufällig. Beide sind sehr schnell, ich mag Leons Mentalität und Charakter. Es wird sehr wichtig sein, dass wir gemeinsam für das Team arbeiten, um vorwärts zu kommen und eine gute Gemeinschaft zu bilden. Wie letzte Saison werde ich meinen eigenen Weg gehen. Im Moment ist unsere Hauptaufgabe aufzuholen, und dafür müssen wir ein gutes Programm aufstellen.

Wie ist deine Meinung zum Wintertestverbot?
Das ist nicht so wild. Anderthalb Monate Pause, die gehen schnell vorüber. Man muss auch mal innehalten und sich die Daten ansehen, die man während der Testfahrten aufgezeichnet hat. Ohne die Pause würde man einfach weitermachen und nach neuen Lösungen beim Test suchen, aber vielleicht nicht die richtige Richtung finden. Ich werde zehn Tage in die Karibik reisen, um abzuschalten. Dann geht's im Dezember weiter mit dem Training.

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