BMW: Marco Melandri kann Chaz Davies wieder helfen

Von Peter Fuchs
Superbike-WM
Davies wurde beim Auftakt in Australien einmal Vierter

Davies wurde beim Auftakt in Australien einmal Vierter

Chaz Davies kann seinen ersten Monaten als BMW-Werksfahrer nur Gutes abgewinnen. «Es ist sogar besser als erwartet», sagt der Waliser.

Erst als klar wurde, dass Ben Spies BMW für die Superbike-WM einen Korb geben würde, kam Chaz Davies ins Spiel. Der 26-Jährige hatte dem BMW-Werksteam zuvor beim Heimrennen auf dem Nürburgring die Show gestohlen und auf der privaten ParkinGO-Aprilia seinen ersten Sieg in der Superbike-WM erobert. Eine bessere Visitenkarte hätte er letzten September nicht abgeben können.

Während der Wintertests sah Davies gegen seinen übermächtigen Teamkollegen Marco Melandri alt aus. Doch mit Rang 4 im ersten Lauf beim Saisonauftakt in Australien zeigte der Waliser auf. In seiner gesamten Karriere war es so, dass er sich seinen Speed mit jedem Kilometer mehr auf dem Motorrad erarbeitete; Davies war noch nie von der ersten Rune an sehr schnell.

«Mein Job als Werksfahrer ist sogar noch besser, als ich es mir vorgestellt habe, besonders wenn ich nicht auf der Rennstrecke bin», erzählte der Supersport-Weltmeister von 2011 WorldSBK.com. «Letzte Woche war ich für eine BMW Motorrad Händler-Konferenz in Deutschland und ich war wirklich beeindruckt: Es kamen Leute von BMW Motorrad aus der ganzen Welt zu diesem Event. Man hatte Gelegenheit die Leute zu treffen, welche die Motorräder verkaufen und man konnte sich anhören, was sie zu berichten haben. Ich fühle mich als Teil einer großen Familie, aber zur selben Zeit bin ich ein Teil eines vertrauten Teams, wir kommen alle sehr gut miteinander aus. Es ist wie ein Familienteam, welches zu einer großen Organisation gehört.»

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Der stets bescheidene Chaz Davies weiß, dass es im Rennsport nicht nur auf reinen Speed ankommt, will man Erfolg haben: «Es hat auch viel damit zu tun, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Es gab in meiner Karriere Zeiten, als meine Ergebnisse nicht die besten waren. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr tun konnte. Ohne Zweifel kann ich mich noch verbessern, nur der Geschmack des Sieges bringt das Beste in jedem zum Vorschein. Wenn man sein Bestes gibt und dafür gute Ergebnisse erzielt, hat man einen anderen Anreiz, weil man zeigen kann, was man drauf hat.»

Am 4. und 5. April wird Davies im spanischen Jerez zwei weitere Testtage haben, bevor am 14. April im MotorLand Aragón der europäische Superbike-Saisonauftakt ist. BMW legt das Hauptaugenmerk während der Tests erneut auf die Elektronik. Dafür wurde enorme Vorarbeit geleistet. «Wir haben nach dem letzten Jerez-Test in München drei Tage an den elektronischen Einstellungen gearbeitet», erklärte der Werkspilot. «Bevor wir die Elektronik nicht richtig hinbekommen haben, rühren wir das Fahrwerk des Motorrades nicht an. Ich glaube, wir haben gute Arbeit geleistet. BMW gibt in dieser Phase der Motorradentwicklung wirklich alles.»

Nachdem Marco Melandri bei den letzten Tests in Jerez verletzungsbedingt fehlte, wird er in Aragón wieder dabei sein und Davies bei der Entwicklung unterstützen.

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