Honda: Wann endet das Desaster der letzten Rennen?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Nach Siegen in Assen und Imola führte Honda-Star Jonathan Rea die Superbike-WM an. Seither ging es für den Nordiren nur noch rückwärts, die Honda ist nicht konkurrenzfähig.

Geschichte wiederholt sich. In Assen und Imola ist Jonathan Rea auf seiner Honda traditionell sehr stark, für das kommende Rennen in Portimão erwartet sich der WM-Vierte auch einiges. Die bittere Realität ist aber auch, dass er in Donington Park, Sepang und Misano nie über einen fünften Platz hinauskam – und hatte dabei noch Glück, dass schnellere Gegner stürzten.

Bei Honda gab es große Hoffnungen, dass die gemeinsam mit Partner Cosworth entwickelte Elektronik dieses Jahr so gut ist, dass die Fireblade auf allen Strecken für Siege oder zumindest Podestplätze gut ist. Doch weit gefehlt.

«Für mich war Misano ein Desaster», sagte Honda-Teammanager Ronald ten Kate nach den Rängen 7 und 5 von Rea zu SPEEDWEEK.com. «Wir haben nicht allzu viele Punkte weggeschmissen, mit unserer Performance waren wir von der Spitze aber viel zu weit entfernt. Wir haben uns vor den Rennen für eine neue Strategie mit der Motorbremse entschieden, zu Beginn des Wochenendes sah diese auch sehr vielversprechend aus. Im Verlauf des Rennwochenendes wurde aber immer klarer, dass es sehr schwierig für uns wird, die passende Abstimmung dafür zu finden. Am Samstagmorgen war es zu spät, wir konnten es nicht mehr ändern.»

Honda war in den Misano-Rennen nur vierte Kraft hinter Kawasaki, Aprilia und Ducati. «Sobald eine Strecke wenig Grip hat, straucheln wir», sagt ten Kate. «Insgesamt sind wir besser. Wenn wir unser Bestes abrufen können, wie in Imola, dort waren wir so gut wie nie zuvor. Aber auch, wenn es nicht so gut läuft. Letztes Jahr kamen wir dann kaum in die Top-10. Vor Suzuki und Ducati brauchen wir uns nicht verstecken, aber Aprilia und Kawasaki sind sehr stark, sie sind in einem anderen Rennen.»

«Es geht nicht nur um die Motorbremse oder unsere elektronischen Strategien», hielt der Niederländer fest. «Es hängt immer alles zusammen. Wie kannst du das Chassis abstimmen? Man muss immer Kompromisse eingehen. Ab und zu treffen wir dieses Fenster nicht. Aber die Ideen sind uns noch nicht ausgegangen. Mit Portimão kommt nun eine Strecke, auf der unser Bike immer gut funktioniert hat. Wir hatten dort im Winter auch einen guten Test und haben damit zu Beginn des Wochenendes eine gute Basis – das wird uns helfen. Ich will nicht zu zuversichtlich klingen, aber ich gehe nicht davon aus, dass wir in Portimão allzu große Schwierigkeiten haben werden.»

«Kawasaki ist nicht so konstant wie letztes Jahr, aber die letzten Rennen waren sie deutlich besser als alle anderen. So gewinnt man eine Meisterschaft. Es wird Zeit, dass wir sie wieder schlagen. Nach Möglichkeit sollten sie schlechtere Rennen haben, Aprilia muss auch hinter uns ein. Am Besten, Kawasaki und Aprilia kämpft mit Ducati – und wir gewinnen.»

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