Exklusiv: Alex Hofmann über die neue Aprilia RSV4

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Die neue Aprilia RSV4 wird erst im Januar auf der Rennstrecke zum Einsatz kommen. Wie der ehemalige Testfahrer Alex Hofmann deren Schlagkraft für die Superbike-WM 2015 einschätzt.

Seit ihrer Vorstellung 2009 ist die Aprilia RSV4 eines der erfolgreichsten Superbikes. Max Biaggi gewann 2010 und 2012 den Fahrer-WM-Titel, Sylvain Guintoli in diesem Jahr. In der Herstellerwertung triumphierte Aprilia 2010, 2012, 2013 und 2014. Für kommendes Jahr bringt der Hersteller aus Noale ein großes Facelift der RSV4.

Über das neue Superbike verriet Rennchef Romano Albesiano: «Während des Jerez-Tests im November haben wir den 2014er-Motor mit der Leistungskurve des 2015er-Modells verwendet. Der neue Motor läuft seit Wochen auf dem Prüfstand, wir haben unsere Zielvorgabe bezüglich der Leistung bereits erreicht. Unser Zeitplan ist sehr knapp, aber wir halten ihn wohl ein.»

Alex Hofmann, seit 2008 Aprilia-Testfahrer und ab 2015 bei KTM unter Vertrag, erzählte SPEEDWEEK.com: «Das neue Superbike habe ich Anfang des Jahres getestet. Wir müssen jetzt mal abwarten, bis es auf Rennstrecken kommt, die etwas schneller sind. Dass das Motorrad in Jerez gute Zeiten fahren kann, war bekannt. Auch mit einem Superstock-Motor sind wir dort sehr gute Zeiten gefahren, weil der Motor wunderschön zu fahren ist. Die Mehrleistung, die du mit dem Rennmotor hast, bringst du in Jerez gar nicht auf den Boden. Die Frage ist, wie sich der Motor in Katar oder Aragón verhält, wo die Gerade ein Kilometer lang ist. Dort wird es sicher schwieriger.»

Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass die Dominanz von Aprilia mit den neuen Regeln gebrochen ist. Wie kein anderer Hersteller profitierte Aprilia von der bisherigen Entwicklungsfreiheit in der Superbike-WM, doch ab 2015 müssen im Motor mehr Serienteile verwendet werden, für die Elektronik, Bremsen und Federelemente gibt es einen Kostendeckel.

«Ich glaube, Aprilia wird weiterhin schlagfertig sein», urteilte Hofmann. «Sie werden gut dabei sein, mit dem neuen Reglement können sie aber nicht mehr so dominant sein, wie das der Fall war. Das Motorrad ist super, total ausgeglichen, immer gut, egal ob es regnet oder schneit oder ob es warm ist. Mit einem konstanten Fahrer wie Sylvain Guintoli konnte man auch sehen, wie konstant und gut das Paket war, es hat überall funktioniert. Aber nächstes Jahr wird schwieriger, Kawasaki und Ducati werden technisch den Ton angeben.»

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