Sensation: Milwaukee Yamaha in SBK 2016 mit Abraham

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Das Milwaukee-Team von Shaun Muir fährt kommende Saison Superbike-WM. Der neue Britische Meister Joshua Brookes sowie der Tscheche Karel Abraham werden eine Yamaha R1 pilotieren.

Freitagnacht veröffentlichte SPEEDWEEK.com exklusiv, dass Karel Abraham seine MotoGP-Karriere nach dieser Saison beenden und zukünftig in der Superbike-WM starten wird. Nun sind im Sand der katarischen Wüste weitere Details durchgesickert.

Der Tscheche wird nicht wie allgemein angenommen mit dem Team AB Motoracing seines Vaters Karel Abraham senior in die Superbike-WM wechseln, sondern im britischen Team Milwaukee Yamaha an der Seite von Joshua Brookes fahren. Die finalen Gespräche sollen kommende Woche stattfinden.

Was aus dem MotoGP-Team AB Motoracing wird, ist unklar.

Milwaukee Yamaha gewann am heutigen Samstag mit Joshua Brookes die Britische Superbike-Meisterschaft. Milwaukee ist ein Hersteller von Elektrowerkzeugen, die Milwaukee Tool Corporation, 1924 in Milwaukee/Wisconsin gegründet, ist eine Marke von Techtronic Industries. Zu dieser Firma gehören auch AEG, Ryobi, Hoover, Dirt Devil und Vax – ein Weltkonzern. Für eine solche Firma macht die Weltbühne Superbike-WM weit mehr Sinn als eine nationale Meisterschaft, auch wenn das Geld bislang von Milwaukee UK kommt.

Obwohl das Milwaukee-Team von Shaun Muir nicht eben erfreut darüber ist, dass das Crescent-Team von Paul Denning zum Yamaha-Werksteam in der Superbike-WM 2016 ernannt wurde und nicht sein Truppe, hat er sich für den WM-Einstieg mit der neuen R1 und damit gegen Suzuki und Aprilia entschieden.

Brookes fuhr dieses Jahr mit seiner Yamaha in Donington Park in der Britischen Meisterschaft Rundenzeiten, die für Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) gut gewesen wären – obwohl in BSB kaum Elektronik erlaubt ist, es gibt keine Traktionskontrolle. Schnelle Rundenzeiten sind die besten Argumente.

Suzuki bringt die neue GSX-R1000 erst im Juli 2016, das Milwaukee-Team hätte mit der altersschwachen aktuellen Version in die kommende Saison starten müssen. Wie gut das neue Modell sein wird, weiß niemand. Auch gab Suzuki bislang kein Bekenntnis ab, ob sie sich mit dem neuen Bike wieder stärker in der Superbike-WM engagieren wollen. Die letzten Jahre ging der größte Teil des Einsatzes auf Crescent Racing zurück, aus Japan kam kaum Unterstützung.

Brookes hat von Anfang an klar gemacht, dass er mit einem konkurrenzfähigen Motorrad Superbike-WM fahren möchte, für die aktuelle Suzuki hat der 32-Jährige wenig schmeichelnde Worte übrig.

Mit Aprilia verhandelte Muir monatelang, doch die Offerte aus Noale ist wenig verlockend: 1,8 Millionen Euro für das Leasing von Motorrädern zu bezahlen und kaum Personal aus der Aprilia-Rennabteilung zu bekommen, konnten den Briten nicht zum Markenwechsel bewegen.

Wichtig für WM-Vermarkter Dorna: Abraham ist Tscheche, Brookes Australier. Beide Nationen sind derzeit nicht im Superbike-Feld vertreten.

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