Honda jubelt: Michael van der Mark starker Dritter

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Podium Lauf 1 Phillip Island: Chaz Davies, Jonathan Rea und Michael van der Mark (v.l.)

Podium Lauf 1 Phillip Island: Chaz Davies, Jonathan Rea und Michael van der Mark (v.l.)

Phillip Island hat seine eigenen Gesetze. Michael van der Mark fuhr im ersten Lauf der Superbike-WM in Australien am Samstagmittag auf Augenhöhe der Stars Jonathan Rea (Kawasaki) und Chaz Davies (Ducati).

Schon 2015 hätte Michael van der Mark bei seinem Superbike-Debüt auf Phillip Island aufs Podium steigen können, doch damals übertrieb es der Niederländer mit seiner Honda CBR1000RR und schmiss sie kurz vor Ende weg.

«Dieses Mal muss ich es nur ins Ziel bringen», strotzte der Supersport-Weltmeister von 2014 vor dem Rennen vor Selbstbewusstsein. Zurecht: Im Ziel fehlten ihm hinter Jonathan Rea (Kawasaki) und Chaz Davies (Ducati) lediglich 0,487 sec zum Sieg!

Teamkollege Nicky Hayden verlor als Neunter 15,5 sec.

«Mein Start war gut, alle in der großen Spitzengruppe hatten die gleiche Pace», erzählte van der Mark nach Rang 3. «Das war ein schwieriges Rennen, ich musste dauernd an die Reifen denken, musste weich fahren und durfte es nicht übertreiben. Trotzdem konnte ich der Spitze relativ leicht folgen, nicht alle fuhren am Limit. Die letzten paar Runden bekam ich immer mehr Schwierigkeiten mit dem Vorderreifen, deshalb konnten mir Rea und Davies ein paar Meter wegfahren. Die letzten paar Kurven gab ich mächtig Gas, ich bin aber auch mit Platz 3 sehr zufrieden. Das ist ein unglaublicher Saisonstart.»

«Mit meinem Motorrad muss ich andere Linien fahren», weiß der 23-Jährige aus Gouda. Über die aktuelle Leistungsstärke von Honda sagte er gegenüber SPEEDWEEK.com: «Ich bin mir sicher, dass das Motorrad jetzt besser ist. Zu Rennbeginn hat es uns immer an Grip gefehlt, in diesem Bereich sind wir jetzt viel besser. In Phillip Island kann aber jeder schnell sein, auch mit einem langsamen Motorrad. Nach dem dritten WM-Event kann ich wirklich sagen, um wie viel wir uns gesteigert haben.»

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