Markus Reiterberger über die Geheimnisse seiner BMW

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In Imola will Markus Reiterberger zum Angriff blasen

In Imola will Markus Reiterberger zum Angriff blasen

Nach dem Regen-Desaster in Assen musste Markus Reiterberger (Althea BMW) wieder einen freien Kopf bekommen. Wie es der Obinger bei der Superbike-WM in Imola besser machen will.

«Markus wird dieses Jahr für Highlights sorgen, es wird aber auch Tiefschläge geben», war Reiterbergers Manager Werner Daemen vor der Saison bewusst. Das Regenrennen in Assen war ein solcher Tiefschlag, Reiti wurde überrundet und nur 16. Auch in Aragón lief es mit den Rängen 13 und 14 bescheiden. Dem gegenüber stehen herausragende Rennen in Australien und Thailand sowie das Trockenrennen in Assen.

Für Imola an diesem Wochenende hat sich der Deutsche Meister viel vorgenommen, das «Autodromo Enzo e Dino Ferrari» kennt er aus Superstock-Zeiten.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit Reiti bei einem Espresso zusammen.

Obwohl Motor und Rahmen fast identisch mit deinem letztjährigen IDM-Motorrad sind, bist du mit der Geometrie noch nicht zufrieden? Was passt dir nicht?

Was die Geometrie betrifft, sind wir statisch nicht so weit weg. Dynamisch unterm Fahren ist sie aber anders, weil wir andere Federwege haben. Durch die Gabel haben wir mehr Federweg vorne, dadurch ändert sich die Geometrie des ganzen Motorrads.

Gewichtsverteilung ist auch so ein Thema, auch sie ist gegenüber letztem Jahr anders. Da müssen wir noch das Richtige herausfinden.

Das sind die Details, weshalb du nicht die letzten Prozent aus dem Motorrad kitzeln kannst?

Fünfte oder sechste Plätze wären momentan für uns und BMW realistisch. Um nach vorne zu kommen, brauchen wir noch etwas Zeit. Ich muss aber erst wieder auf das Niveau kommen, dass ich um vierte, fünfte oder sechste Plätze fahren kann, was mein Ziel ist.

Um dahin zu kommen, muss alles perfekt sein. Wenn wir das kleine Fenster, in dem das Motorrad funktioniert, verlassen oder nicht ganz drin sind, dann bist du 3/10 sec pro Runde langsamer und nur noch Zehnter – oder noch weiter hinten.

In Aragón hattest du viele Probleme, mit dem anschließenden Jerez-Test warst du unzufrieden. Als es in Assen trocken war, lief es aber auf Anhieb gut. Im ersten Lauf lag Rang 4 in Reichweite.

Da ging der Knoten auf. Ich brauchte ein paar Runden, um wieder frei fahren zu können. Das war in Assen perfekt, das Motorrad war gut. Da war ich von den Spitzenteams nicht so weit entfernt. Leider hat es dann im zweiten Rennen geregnet. Im Trockenen sind wir nicht so weit weg.

Du bist zuversichtlich für Imola?

Auf alle Fälle. Ich hatte jetzt eine Woche Zeit, um einen freien Kopf zu kriegen. Ich bin ein bisschen Speedway gefahren und habe trainiert. Jetzt bin ich wieder voll motiviert für das Wochenende und will gescheit angreifen. Ich will definitiv weiter nach vorne.

Ist Imola eine Strecke, die dir und der BMW taugt?

Die Strecke ist saugeil, sie kenne ich schon aus Superstock-Zeiten und hat mir immer gefallen. 2012 hatte ich im zweiten Qualifying lange Pole-Position, dann hat mich der La Marra runtergefahren.

Die Schnellsten werden immer vorne sein, Kawasaki und Ducati werden es wohl unter sich ausmachen. Theoretisch schaut es für uns aber nicht schlecht aus.

Neue Teile habt ihr keine für Imola?

Nein, wir müssen erst das aktuelle Paket ausschöpfen.

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