Nachteil? Markus Reiterberger hat weniger Einfluss

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Magere 19 Punkte eroberte Markus Reiterberger in den letzten sechs Läufen der Superbike-WM. Der gelernte Zweirad-Mechaniker spricht erstmals über die technische Arbeit seines Teams Althea BMW.

Rang 7 im Trockenrennen in Assen ist das einzige Highlight von Markus Reiterberger in den letzten sechs Superbike-WM-Läufen. Aragón und Imola waren für den schnellen Bayer zum Vergessen, dort kam er nicht in die Top-10.

In der Weltmeisterschaft ist der 22-Jährige auf den 13. Gesamtrang zurückgefallen.

Die Ursachen für die Ergebnisse sind vielschichtig. Vereinfacht gesagt fehlt es dem italienischen Althea-Team nach nur fünf Events mit BMW an Erfahrung mit der S1000RR. Hinzu kommt, dass das ideale Abstimmungsfenster des Motorrades sehr klein ist. Zwei Handgriffe in die falsche Richtung, und aus einem fünften Platz wird ein zwölfter.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit Reiti zusammen.

Wie beurteilst du den Einfluss von Jan Witteveen im Team Althea BMW?

Er ist der Ingenieur, der Technische Leiter, der Mann mit der meisten technischen Erfahrung bei uns. An ihm hängt es letztendlich, dass wir das Technische in den Griff und weiter nach vorne kommen. Wir vertrauen ihm.

Wenn du ihm ein Problem schilderst: Habt ihr die gleichen Vorstellungen, was die Lösungen betrifft?

Ich bin bloß der Fahrer. Ich fahre und schildere, was ich auf dem Bike fühle. Ich setze mich gleichzeitig aber auch mit der Technik auseinander, weil es mich interessiert und ich es die letzten Jahre auch so gemacht habe.

Ich habe Ideen und bringe diese mit ein. Manchmal gehen sie in andere Richtungen, letztlich muss ich aber den Leuten vertrauen, welche die Ahnung haben. Das sind für mich Jan, die Techniker und mein Daten-Mann, die das umsetzen müssen.

Hilft dir, dass du gelernter Zweirad-Mechaniker bist?

Auf alle Fälle. Ich habe ein halbes Jahr bei BMW gearbeitet, was mir am meisten gebracht hat, ist die Arbeit mit dem Fahrwerk bei Alpha Racing. So kann ich erklären, was wo wie vorgeht. Ich glaube schon, dass ich dadurch heute einen Vorteil habe.

Gibt es nie Situationen, in denen du einem Mechaniker oder Fahrwerksmann bei der Arbeit zuschaust und dir denkst, dass er das ganz anders machen sollte?

An der Rennstrecke habe ich immer unterschieden zwischen meiner früheren Arbeit und meinem Job als Fahrer. Ich hatte immer meine Leute. Wenn ich etwas gesehen habe, dann sagte ich ihnen, dass sie es kontrollieren sollen, dann hat es für mich gepasst. Das ist auch heute noch so mit Wolfgang Kampe und meinen italienischen Mechanikern, ich vertraue ihnen voll und ganz. Sie wissen, was sie machen.

Ist von der Arbeitsweise bei Althea etwas anders als in deinem letztjährigen IDM-Team von Werner Daemen?

Es gibt einen Unterschied, Althea ist ein viel größeres Team. Dadurch habe ich nicht mehr so viel Einfluss wie die letzten Jahre.

Ist das gut oder schlecht?

Das weiß ich noch nicht, wir sind in der Anfangsphase. Ich kann es noch nicht beurteilen. Ich weiß, dass letztes Jahr ganz gut war, was wir gemacht haben. Die Jahre davor auch. Ich denke, dass es seine Zeit braucht, bis sich bei Althea alles eingespielt hat. Ich schildere ihnen meine Eindrücke, und sie versuchen das in den Griff zu kriegen. Das optimale Setting haben wir aber noch nicht gefunden.

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