Dohren: Emotionaler Abschied von Tobias Kroner

Von Rudi Hagen
Speedway
Robert Lambert (l.) war Punktbester, Tobias Kroner (r.) fuhr sein letztes Rennen

Robert Lambert (l.) war Punktbester, Tobias Kroner (r.) fuhr sein letztes Rennen

Volle Hütte beim Flutlichtrennen in Dohren. Lokalmatador Tobias Kroner fuhr sein letztes Rennen, Robert Lambert war der beste Solist. Die Rennen dauerten vier Stunden.

Es wurden viele Abschiedstränen geweint an diesem Abend im emsländischen Dohren. Tobias Kroner fuhr nach 18 Jahren sein letztes Rennen und das auf seiner Heimbahn, wo er als kleiner Junge auf einer PW 50 mit dem Sport angefangen hatte. Da trat der Sport irgendwie in den Hintergrund. Fast alles drehte sich um «Tobi», wie man den mittlerweile 31-Jährigen nicht nur in Freundeskreisen nennt.

Das Flutlichtrennen dehnte sich dann auch aufgrund der vielen Bahndienste, Interviews und anderer Einlagen auf rund vier Stunden aus. Ungewöhnlich lang für ein Speedway-Event.

Aber den geschätzt 3000 Fans rund um den urigen Eichenring, der ein wahrer Ring ohne echte Geraden ist, wurde durchaus auch guter Speedway-Sport geboten. Familie Kroner hatte wieder ein attraktives Fahrerfeld zusammengestellt.

In der Hauptgruppe ging es um den Kampf zwischen den Teams «Deutschland» und dem «Rest der Welt». Das Ergebnis war irgendwie nebensächlich, aber der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass das Team Deutschland relativ knapp mit 42 zu 48 Punkten dem Gegner aus dem (europäischen) Ausland unterlag.

Mit Antonio Lindbäck, der (für ihn eher ungewöhnlich bei einem offenen Rennen) eine gute Leistung zeigte und Peter Kildemand waren immerhin zwei aktuelle GP-Teilnehmer am Start. Der beste Punktesammler beim «Rest der Welt» aber war der Brite Robert Lambert. Er siegte dreimal und wurde zweimal Zweiter hinter seinem Teamkameraden Lindbäck.

Im Team Deutschland zeigte der Deutsche Speedway-Meister Kevin Wölbert eine sehr gute Leistung. Mit zwölf Punkten war der 31-jährige Crivitzer bester Punktesammler vor Tobias Kroner und Kai Huckenbeck mit je acht Zählern. GP-Fahrer Martin Smolinski traf erst Minuten vor Beginn des Flutlichtrennens im Emsland ein und erzielte anschließend sieben Punkte.

Am Ende wurde noch ein Finale der (angeblich) Punktbesten gefahren. Hier siegte Lambert nach schönem Zweikampf knapp vor Wölbert, weit dahinter folgten Deddens und Lindbäck.

Ergebnisse Flutlichtrennen Dohren/D:

Team Rest of the World (48 Punkte): Robert Lambert (GB), 13 Punkte. Antonio Lindbäck (S), 11. Peter Kildemand (DK), 10. Bjarne Pedersen (DK), 7. Timo Lahti (FIN), 6. Theo Pijper (NL), 1.
Team Deutschland (42 Punkte): Kevin Wölbert (D), 12 Punkte. Tobias Kroner (D), 8. Kai Huckenbeck (D), 8. Martin Smolinski (D), 7. René Deddens (D), 4. Lukas Fienhage (D), 3.
Solo-Finale: 1. Lambert. 2. Wölbert. 3. Deddens. 4. Lindbäck.

B-Gruppe: 1. Mikkel B. Andersen (DK), 12 Punkte. 2. Danny Maaßen (D), 12. 3. Mads Hansen (DK), 11. 4. Henry van der Steen (NL), 7. 5. Stephan Katt (D), 7. 6. Niels Oliver Wessel (D), 1. 7. Fabian Wachs (D), 1. 8. Dominik Möser (D), 0. 9. Geert Bruinsma (NL), 0.

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