Speedway-Paar-EM: Wieder Tschechien!

Von Jan Sievers
Speedway
Ales Dryml besiegte in Stralsund das deutsche Duo

Ales Dryml besiegte in Stralsund das deutsche Duo

Seit der Einführung der Speedway-Paar-EM lief der Titel immer über die Dryml-Brüder. Die Tschechen verteidigten in Stralsund ihren Titel und holten die dritte Goldmedaille.

Vor allem durch perfektes Paarfahren hielten Ales und Lukas Dryml ihre Gegner in Schach. SPEEDWEEK sprach mit Ales Dryml, dem Kapitän der Tschechen, die sich sogar erlauben konnten mit Matej Kus einen Topfahrer auf der Bank zu lassen.

Viele gingen davon aus, dass ihr Europameister werdet. Mit Platz 2 hättet ihr quasi als Verlierer dagestanden. War der Druck gross?
Eigentlich war es sehr schwierig. Im letzten Jahr waren wir Erster und wir hatten es noch nie geschafft zweimal hintereinander Erster zu werden. Nach einem Sieg folgte bei uns ein zweiter Platz. Es war dadurch mehr Stress für uns, weil wir uns sagten, wir müssen gewinnen. Es war nicht so einfach, da wir im letzten Lauf auch immer noch hätten Zweiter werden können. Es war sehr schön, dass wir gewannen.

Warst du wegen des grossen Drucks besonders nervös?
Weisst du, wir fahren viele Rennen und man muss bei jedem Rennen ein bisschen nervös sein. Wenn du es nicht bist, kannst du nicht gut sein. Man muss immer konzentriert sein und alles muss passen. Wenn man nicht nervös ist, macht man was falsch.

Nächste Woche findet in Tarnau der zweite Anlauf zum Einzel-EM-Finale statt, nachdem der erste wegen Regens abgebrochen wurde. Was rechnest du dir aus?
Ich möchte probieren, wieder aufs Treppchen zu kommen. Wir waren schon einmal in diesem Jahr da, meine beiden Läufen habe ich gewonnen und dann kam der grosse Regen und das Rennen wurde abgebrochen.

Viele meinten, man hätte das Rennen nicht unterbrechen sollen um den Regen abzuwarten, sondern es schneller durchziehen. War es falsch, das Rennen zu unterbrechen?
Wir hätten früher anfangen sollen. Die Parade hat alleine eine halbe Stunde gedauert und weil die Wettervorhersage nicht so gut war, hätte man starten sollen und dann wären wir mindestens drei Durchgänge gefahren. Eine halbe Stunde mit der Fahrervorstellung zu vergeuden war nicht gut. Nun müssen wir noch einmal da hin fahren. Es ist auch sehr teuer, viele Kilometer zu fahren. Es war keine so gute Entscheidung, was da gelaufen ist.

Der erste Titel ist im Sack. Bist du mit deiner Saison soweit zufrieden?
Am Ende der Saison werde ich immer besser. Ich bin eigentlich sehr zufrieden, auch in England fahre ich ganz gut Punkte.

Wieso ist ein Fahrer wie du, der schon jahrelang Vollgas im Oval fahren kann und fast alle Bahnen und Set-ups kennt, Formschwankungen unterworfen?
Man muss auch Glück haben, und am Ende der Saison habe ich vielleicht etwas mehr Glück.

Dein Vater war auch ein sehr erfolgreicher Langbahnfahrer. Während der goldenen Zeiten des Sports wurde er sogar Vizeweltmeister. Werden wir dich auch bald auf der Langbahn sehen?
Vielleicht, ich bin jetzt 30 und ich denke, ich habe vielleicht noch ein paar Jahre zum Speedway fahren und dann probiere ich vielleicht mal Langbahn. Im Moment aber nicht. Ich habe keine Motorräder dafür, ich fahre in England und habe keine Zeit und nicht genügend Mechaniker. Im Moment wäre das zu anstrengend. Zurzeit wäre es mir nicht möglich.

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