Güstrow: Deutschland verliert im Stechen

Von Peter Fuchs
Speedway
Im Vorlauf konnte Wölbert (vorne) Klindt schlagen

Im Vorlauf konnte Wölbert (vorne) Klindt schlagen

Beim «JCB Best Pairs»-Rennen in Güstrow fiel die Entscheidung über Sieg und Niederlage erst im Stechen zwischen dem Dänen Nicolai Klindt und dem Deutschen Meister Kevin Wölbert.

Vor rund 1200 Zuschauern kämpften am Wochenende zwei Paare aus Deutschland um den Tagessieg. Team Deutschland A bestand aus Kevin Wölbert und Tobias Busch, Team Deutschland B aus Christian Hefenbrock und Mathias Schulz. Am Ende setzten sich aber Rasmus Jensen und Nicolai Kindt (DK) durch.

Während die Dänen erst spät ins Rennen fanden, überzeugte das Duo Wölbert/Busch gleich in ihrem ersten Lauf und gewannen mit 4 zu 2 gegen die Dänen. Die beiden Einheimischen führten über lange Zeit die Wertung an, vor allem Kevin Wölbert zeigte sich in einer bestechenden Form. Er nutzte die gesamte Breite der Bahn und hatte einen grossen Anteil am Erfolg des Teams.

Aber auch das als Deutschland B gestartete Paar mit Christian Hefenbrock und Mathias Schultz wusste zu gefallen und hielt immer den Anschluss zur direkten Konkurrenz. Erst im letzten Lauf trafen die beiden aufeinander. Vorher hatten schon die Dänen mit einem Doppelsieg dafür gesorgt, dass die Teilnehmer auf dem Siegerpodest feststanden, nur über die Reihenfolge musste noch entschieden werden. Im 21. Lauf entwickelten sich zwei Duelle. Einerseits kämpften Wölbert und Hefenbrock um die Spitze, andererseits Schultz und Busch um den letzten wichtigen Punkt. Tobias Busch bedrängte seinen Stralsunder Mannschaftskameraden hart, musste dann aber mit Maschinenschaden enttäuscht die Attacke aufgeben. Vorn konnte sich Kevin Wölbert trotz der vehementen Angriffe durchsetzen und sicherte das Unentschieden zwischen beiden Paaren. Damit standen Hefenbrock und Schultz mit einem Punkt Rückstand auf dem dritten Platz, während Deutschland A ins Stechen musste.

Dort traten Kevin Wölbert und Nicolai Klindt gegeneinander an. Zunächst sah es gut aus für den Deutschen, beide Fahrer gingen nebeneinander durch die erste Kurve, dann fand der aussen gestartete Klindt jedoch mehr Griff und zog davon.

So standen am Ende mit Rasmus Jensen und Nicolai Kindt zwei Dänen zwischen den beiden deutschen Paaren auf dem Siegerpodest. «Die Bahn war einfach Klasse und so konnte ich auch trotz meiner noch nicht ausgeheilten Verletzung schmerzfrei fahren», strahlte Christian Hefenbrock, der auch fast ein Jahr nach seinem schweren Sturz immer noch Geduld beim Heilungsprozess haben muss.

Auch Kevin Wölbert schloss sich der Begeisterung an: «Heute war es einfach toll hier zu fahren. Mir macht es immer Spass, weil mich hier auch so viele kennen. Wenn dann noch alle einheimischen Spitzenfahrer zusammen sind, ist das auch für die Zuschauer super.»

Speedway-Best-Pairs Güstrow/D
1. Dänemark, 24+3 Punkte: Nicolai Klindt 15+3, Rasmus Jensen 9. 2. Deutschland A, 24+2: Tobias Busch 8, Kevin Wölbert 16+2. 3. Deutschland B, 23: Christian Hefenbrock 15, Mathias Schultz 8. 4. Russland/ Polen, 19: Viktor Golubovsky 10, Piotr Swist 9. 5. Polen, 15: Lukasz Przedpelski 8, Pawel Przedpelski 7. 6. Deutschland C: Steffen Mell 4, Roberto Haupt 8. 7. Ukraine, 9: Stanislav Melnicuk 6, Andrij Kobrin 3.

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