Heimweh plagt: Romano Hummel kehrt Bandits den Rücken

Von Rudi Hagen
Speedway
Romano Hummel (hier vor Dirk Fabriek) konzentriert sich jetzt auf die Langbahn

Romano Hummel (hier vor Dirk Fabriek) konzentriert sich jetzt auf die Langbahn

Romano Hummel fährt nicht mehr für die Berwick Bandits. Er hat sein Engagement bei dem englischen Premier Speedway Club beendet und ist nach Holland zurückgekehrt. Den 17-Jährigen plagte das Heimweh.

Das war mal ein kurzes Gastspiel. Keine drei Wochen hielt es Romano Hummel in England aus, dann kehrte der Niederländer aus Hoogkerk bei Groningen nach Hause zurück. Heim zu seinem Vater Gerke.

Erst am 24. Mai gaben die Berwick Bandits die überraschende Verpflichtung des erst 17-jährigen Speedway-Talents bekannt. Sein Landsmann Theo Pijper hatte Hummel bei dem Premier League Club, für den er selbst fährt, empfohlen. Der Jungspund konnte auch bei Pijper wohnen.

Ganze dreimal fuhr Hummel dann für die («Olympus Marquees») Bandits und das durchaus erfolgreich. In seinem Auftaktrennen in Sheffield kam das Talent nur auf zwei Punkte, da er in Heat 8 einen bösen Sturz hatte, bei dem er in die Airfence flog.. Die Bandits verloren 36:49.

Bei seinem Heimdebüt gegen die Red Cars überzeugte Romano Hummel mit 7+2 Punkten. Die Bandits gewannen 46:44 und Team-Manager Scott Courtney schwärmte: «Romano hat das beste Heimdebüt eines Neulings abgegeben, solange ich zurückdenken kann.» Beim anschließenden Meeting bei den Scunthorpe Scorpions holte der Niederländer immerhin einen Punkt beim 52:39-Sieg für die Bandits.

Dann reiste Hummel zum Langbahn-WM-Qualifikationslauf über den Kanal nach St. Macaire in Frankreich. Hier traf er seinen Vater Gerke Hummel, der ihn bisher – außer in England – von klein auf betreut hatte. Das Wiedersehen hinterließ auf beiden Seiten großen Eindruck. Vater Gerke machte die Motorräder klar und betreute seinen Sohn und der, vom Wiedersehen beflügelt, fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden und holte sich den Sieg und damit die Teilnahme am Langbahn-Challenge in La Reole am 31. Juli.

Danach kehrte Familie Hummel gemeinsam in die Niederlande zurück, nach England in die Speedway-Liga soll es vorerst nicht mehr gehen. Hummels niederländischer Kontaktmann Bert Oosterling teilte den Bandits jetzt mit, dass Romano unter starkem Heimweh gelitten habe und er daher vorerst nicht wieder zurückkehren werde. Gleichzeitig sei Romano dem Club sehr dankbar, dass er ihm die Chance ein Teil des Clubs zu sein gegeben habe.

Bandits-Manager Scott Courtney, der sich zusammen mit Theo Pijper so sehr um die Verpflichtung Hummels gekümmert habe, zeigte sich enttäuscht: «Aber natürlich respektieren wir Romanos Entscheidung und die seiner Familie. Er ist ja erst 17 und vielleicht ist er jetzt noch nicht so weit, alleine in der Fremde zurecht zu kommen.»

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