Bundesliga: Landshut geht mit Polster ins 2. Finale

Von Claudia Patzak
Speedway-Bundesliga
Landshut vorne: Hier mit Martin Smolinski und Mark Riss

Landshut vorne: Hier mit Martin Smolinski und Mark Riss

Der erste Schritt in Richtung 19. Meistertitel ist getan: Die Landshut Devils besiegten die Wittstock Wölfe im ersten Finale der Speedway-Bundesliga in Landshut deutlich mit 46 zu 34 Punkten.

Im ersten Finale der Speedway-Bundesliga zwischen den AC Landshut und den Wölfen aus Wittstock konnten die Gastgeber vor gut 2100 Zuschauern den Rückenwind des Heimvorteils in ein gutes Punktepolster für das Rückrennen am 3. Oktober in Wittstock umsetzen und zugleich Revanche für die einzige Saisonniederlage nehmen.

«Es war uns klar, dass das eine schwierige Aufgabe sein würde, wir hatten auf einen Sieg mit einem kleinen Vorsprung gehofft», so Teammanager Klaus Zwerschina. «Dass er dann doch so deutlich ausgefallen ist, haben wir nicht erwartet, freuen uns aber natürlich umso mehr.»

Die Devils legten mit einem 4:2 von Leon Madsen und Valentin Grobauer gegen Michael Härtel und Rafal Okoniewski vor – der Däne mit großem Vorsprung und ungefährdet vorneweg.

Es folgte ein 3:3 für Smolinski/Katt gegen Hansen/Mauer, bei dem der «Catman» seinen Punkt eisern über die Ziellinie gegen Steven Mauer verteidigte.

Mit dem nachfolgenden 2:4 von Mark Riss gegen Kevin Wölbert und Mirko Wolter – Richard Geyer war nach einem Sturz, der auch Teamkollege Riss mitgerissen hatte, vom Rerun ausgeschlossen worden –, kamen die Gäste einmalig auf ein Unentschieden heran, bevor die Devils ihren Vorsprung ausbauten.

Zwar gelang den Wölfen der ein oder andere Konter – so egalisierten sie das 5:1 der Devils in Heat 5 mit einem analogen Ergebnis in Heat 6 –, die bayerischen Teufel gaben die Führung jedoch nicht mehr aus der Hand.

Kurios war Heat 10, das Aufeinandertreffen der C-Fahrer: Steven Mauer konnte aufgrund seines Sturzes am Ende von Heat 7 nicht mehr antreten. Stephan Katt fuhr vorneweg, Mirko Wolter und Richard Geyer stürzten beide. Geyer wurde ausgeschlossen, Wolter landete mit Verdacht auf Handgelenksbruch im Krankenwagen. Hieß: Der Catman musste den Rerun alleine bestreiten, um die 3 Punkte sicher heimzubringen.

«Das mach’ ich nie wieder», war der anschließende Kommentar. Bei so einem Rennen alleine schwanke man, wie bei einsamen Trainingsrunden, beständig zwischen Überkonzentration und einem Mangel an Konzentration. Da bestehe viel mehr die Gefahr, dass man einen Fehler macht, als unter Anspannung im Renngetümmel. Doch diese 3 Punkte waren es, die es den Devils erlaubten, sich endgültig von den Wölfen abzusetzen.

Diese konnten zwar im darauffolgenden Heat durch den Einsatz von Rafal Okoniewski als taktische Reserve nochmals verkürzen, doch zwei aufeinanderfolgende 5:1 der Gastgeber machten die Sache klar.

Heat 13 bot noch mal etwas Drama, da Ex-Devil Michael Härtel nach Frühstart den Rerun 15 Meter hinter der Startlinie antreten musste und Mark Riss sich, auf Position 2 liegend, zweimal in Kurven zu weit nach außen tragen ließ, was dem hinter ihm lauernden Mads Hansen beinahe die Tür geöffnet hätte.

Die Devils haben den Wölfen im ersten Showdown durch eine ausgeglichene Teamleistung die Krallen gestutzt. Nun heißt es, das Punktepolster am Mittwoch in Wittstock zu verteidigen, um die 19. Meisterschaft einzufahren.

Ergebnisse Speedway-Bundesliga Landshut vs. Wittstock:

1. AC Landshut Devils, 46 Punkte:
Leon Madsen 3; 3; 3; 3; 2 – 14
Martin Smolinski 2; 3, 3, 2; 3 – 13
Valentin Grobauer 1; 2; 1; 0; 1 – 5
Mark Riss 2; 1; 2; 2; 2 – 9
Stephan Katt 1; 1; 0; 3 – 5
Richard Geyer d; 0; d; d – 0

2. MSC Wittstock Wölfe, 34 Punkte:
Rafal Okoniewski 0; 3; 2; 1; 1; 0 – 7
Mads Hansen 3; 1; 3; 0; 1 – 8
Michael Härtel 2; 2; 1; N; 0 – 5
Kevin Wölbert 3; 2; 2; 3; 3 – 13
Steven Mauer 0; 0; F; N – 0
Mirko Wolter 1; 0; 0; F/N – 1

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