Das konnte Tim Gajser so nicht erwarten: Nach Augentortur auf dem Podium
Yamaha-Werksfahrer Tim Gajser musste sich bei der Rückkehr der Motocross-WM nach Foxhills in England mit einer kuriosen Augenverletzung plagen und war dadurch in den Rennen der MXGP beeinträchtigt.
Die Motocross-WM feierte am vergangenen Wochenende die eindrucksvolle Rückkehr auf die britische Motocross-Kultstrecke von Foxhills in der Nähe von Swindon. Für Yamaha-MXGP-Neuzugang Tim Gajser waren es schmerzhafte Tage, was von außen so nicht gleich wahrzunehmen war.
Dem 29-Jährigen geriet im Qualifying ein Plastikfragment eines Abreißvisiers ins linke Auge. Dieser Fremdkörper erzeugte in weiterer Folge starke Schmerzen und beeinträchtige den fünffachen Weltmeister massiv in der Sicht. Nach dem Zwischenfall musste Gajser liegend behandelt werden, ein Arzt entfernte später den Fremdkörper aus dem Auge.
Auge betäubt und ausgespült
Das Auge wurde dafür betäubt und anschließend mehrfach ausgespült, der Slowene war auch im Quali-Rennen dadurch beeinträchtigt. Er verfehlte eine Spurrinne und kam auf Platz 4 zu Sturz – genau zu dem Zeitpunkt, als er die Top-3 vor sich eingeholt hatte und mit dem Handicap schneller wurde. «Ich bin das Rennen mit ziemlich eingeschränkter Sicht gefahren», gab Gajser zu.
Gajser bewegte sich Samstagabend im Fahrerlager mit einem verbundenen linken Auge und versuchte im Wohnmobil zu entspannen und das Auge vor Licht zu schützen. Die Ränge 2 und 3 am Sonntag sind daher sehr hoch einzuschätzen. Gajser stand am Sonntag nach den beiden Rennen neben Weltmeister Romain Febvre (Kawasaki) und Sieger Jeffrey Herlings (Honda) auf dem Podium und liegt in der WM-Wertung auf dem vierten Rang.
«Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Podium zu stehen», hielt Gajser fest. «Der Samstag war schwierig, aber am Sonntag habe ich mich von Beginn an besser gefühlt. Mein Speed war da und ich konnte an der Spitze dranbleiben und Jeffrey unter Druck setzen. Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start und bin Zweiter geworden. Der zweite Lauf war ähnlich, ich war wieder nahe dran, habe aber einen kleinen Fehler gemacht und etwas an Boden verloren. Es war dennoch ein positiver Tag.»
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