Speedway-EM Grünberg: Leon Madsen gewinnt den Auftakt, Kai Huckenbeck stark
Für den direkten Einzug in den Endlauf des Auftakts zur Speedway-EM im polnischen Grünberg fehlte Kai Huckenbeck nur ein Punkt. Im Last-Chance-Heat scheiterte der Werlter an zwei Dänen.
Ausgiebig feierte Leon Madsen den Triumph auf seiner Heimbahn in der polnischen Liga in Grünberg (Zielona Gora), sodass sich Mikkel Michelsen und Patryk Dudek gedulden mussten, bis der Routinier zur Siegerehrung erschien. Um im Finale zu stehen, musste sich der 37-Jährige über den Last-Chance-Heat qualifizieren, nachdem er mit elf Punkten die Vorläufe abgeschlossen hatte. Den direkten Einzug ins Finale, in dem die Fahrer ihre Punkte aus den Vorläufen aufstocken können und diese als solche in die Gesamtwertung eingehen, hatten sich mit je 13 Punkten Titelverteidiger Patryk Dudek und Michael Jepsen Jensen gesichert.
Kai Huckenbeck verpatzte den Start
Im Last-Chance-Heat landete auch Kai Huckenbeck, der einzige Deutsche im EM-Feld. Der Werlter hatte in seinem ersten Lauf einen zweiten Platz vor dem späteren Sieger Leon Madsen eingefahren. Mit insgesamt zwölf Zählern war Huckenbeck Drittbester nach den Vorläufen, was ihm die erste Startplatzwahl für den Last-Chance-Heat bescherte. Kai entschloss sich für den blauen Platz, wurde nach dem Start jedoch von den Dänen Leon Madsen und Mikkel Michelsen in der ersten Kurve in die Zange genommen und kam nur als Vierter heraus. Während Madsen und Michelsen auf den vorderen Plätzen davonfuhren, mühte sich Huckenbeck nach vorne zu kommen, was ihm jedoch misslang.
Im Finale, in dem mit Dudek, Madsen, Michelsen und Jepsen Jensen ein Pole und drei Dänen standen, ging es für den späteren Sieger Leon Madsen auch vom blauen Platz los. Nachdem das Band hochschnellte, hatte Madsen mit Dudek und Michelsen ausgangs der Startkurve zwei Gegner vor sich, doch der Evergreen fand den nötigen Schwung, um zunächst an Dudek und Ende der zweiten Runde auch an Michelsen vorbeizuziehen. «Es ist ein harter Wettbewerb, wir mussten schwer schuften, um zu gewinnen», bilanzierte der Triumphator von Grünberg. «Es liegen noch drei Rennen vor uns. Nachdem es im letzten Jahr Bronze wurde, wird es Zeit, wieder nach dem Titel zu greifen.»
Nach Addition der Punkte führen Madsen und Dudek die Wertung mit 14 an. Michael Jepsen Jensen mit 13 und Kai Huckenbeck mit zwölf Zählern liegen vor dem nächsten EM-Rennen am 5. September in Güstrow knapp dahinter.
Ergebnisse Speedway-EM Grünberg/PL:
1. Leon Madsen (DK), 14 Punkte
2. Patryk Dudek (PL), 14
3. Mikkel Michelsen (DK), 11
4. Michel Jepsen Jensen (DK), 13
5. Kai Huckenbeck (D), 12
6. Mathias Pollestad (N), 9
7. Piotr Pawlicki (PL), 8
8. Kacper Woryna (PL), 8
9. Jan Kvech (CZ), 7
10. Przemyslaw Pawlicki (PL), 7
11. Maciej Janowski (PL), 6
12. Andzejs Lebedevs (LV), 6
13. Kim Nilsson (S), 6
14. Adam Ellis (GB), 3
15. Damian Ratajczak (PL), 2
16. Nazar Parnitskyi (UA), 0
Last-Chance-Heat: 1. Leon Madsen, 2. Mikkel Michelsen, 3. Mathias Pollestad, 4. Kai Huckenbeck
Finale: 1. Leon Madsen, 2. Mikkel Michelsen, 3. Patryk Dudek, 4. Michael Jepsen Jensen
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