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Rücktritt von Tai Woffinden: «Körper hat alles gegeben, was er konnte»

In den vergangenen Jahren musste der dreifache Speedway-Weltmeister Tai Woffinden einige schwere Verletzungen überstehen. Sein letzter Sturz in Polen führte zum Rücktritt des 35-jährigen Engländers.

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Der letzte Crash in Ostrowo in Polen hat schwerwiegendere Folgen für Tai Woffinden als zunächst angenommen. «Die Röntgenaufnahmen zeigten gebrochene Rippen und einen Bruch des Schulterblatts. Sie konnten jedoch nicht erklären, warum ich meinen linken Arm nicht heben oder richtig bewegen konnte», berichtete der dreifache Speedway-Weltmeister. «Ich habe mich in der Reha unglaublich angestrengt, um wieder aufs Motorrad zu kommen, doch nach jedem Rennen wurden die Schmerzen schlimmer, und ich wusste, dass etwas nicht stimmte. Weitere Untersuchungen haben eine Verletzung an der Stelle gezeigt, an der die Supraspinatussehne am großen Oberarmhöcker der Schulter ansetzt. Die Sehne hat sich samt einem Knochenstück abgelöst, sodass nun eine Operation erforderlich ist, um den Schaden zu beheben. Die Genesung wird voraussichtlich vier bis sechs Monate dauern.»

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Tai Woffinden: Ein weiteres Comeback wäre zu viel

Die Gewissheit, erneut eine Operation und Rehabilitation über sich ergehen lassen zu müssen, veranlasste den 35-Jährigen zu einem emotionalen Beitrag in den sozialen Medien, in dem er seinen Rückzug vom professionellen Rennsport erklärte. «Ich glaube nicht, dass es jemals den perfekten Zeitpunkt gibt, aber irgendwann erkennt man, dass der eigene Körper alles gegeben hat, was er zu geben hatte – und man kann mit Stolz, Dankbarkeit und im Reinen mit dieser Entscheidung gehen», hielt Woffinden fest. «Wenn ich zurückblicke, sehe ich fünf Weltmeistertitel, Grand-Prix-Siege, nationale Titel und Mannschaftsmeisterschaften. Doch mehr noch als die Trophäen sehe ich die Menschen, die Freundschaften, das Lachen, die schweren Tage, die Momente, die mich gefordert haben, und jene Augenblicke, die mich genau daran erinnern, warum ich mich in diesen Sport verliebt habe. Was als Traum begann, wurde zu einem Leben, wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Ich hatte das Glück, etwas zu tun, das ich aufrichtig geliebt habe – und das werde ich niemals als selbstverständlich betrachten.»

Nach jedem Rennen wurden die Schmerzen schlimmer, und ich wusste, dass etwas nicht stimmte.

tai woffinden

Als Sohn des ehemaligen Speedwayfahrers Rob Woffinden, der einem Krebsleiden erlag, wurde Tai 2013, 2015 und 2018 Speedway-Weltmeister und gewann elf Grand Prix. Zudem holte der Brite, der auch einen australischen Pass besitzt, letztmals 2021 den Mannschaftsweltmeistertitel mit Großbritannien. Weitere Titel sammelte Woffinden in der Britischen Meisterschaft sowie in den Ligen in Schweden und Großbritannien.

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«Es ist Zeit für ein neues Kapitel und neue Abenteuer. Und um mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die am wichtigsten sind. Von ganzem Herzen danke ich euch dafür, dass ich diesen Traum leben durfte. Es war das Privileg meines Lebens, und ich werde für immer dankbar sein. Auf das nächste Kapitel», schloss Woffinden.

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