Tai Woffinden: «Wie lange will Hancock noch fahren?»

Von Helge Pedersen
Tai Woffinden konnte seinen Titel nicht verteidigen

Tai Woffinden konnte seinen Titel nicht verteidigen

Seine Chancen auf Gold waren vor dem Speedway-GP in Melbourne minimal: Der zweifache Weltmeister Tai Woffinden freut sich auch über Silber – und erklärt warum.

Ohne die Verletzung von Jason Doyle wäre Tai Woffinden dieses Jahr WM-Dritter geworden. So konnte der Engländer im letzten Grand Prix in Australien am Pechvogel vorbeziehen und im Kampf um Silber um zwei Punkte die Oberhand behalten gegen den polnischen Überflieger Bartosz Zmarzlik.

«Eine Weltmeisterschaft zu verteidigen, ist sehr schwer», weiß Woffinden, der 2013 und 2015 den Titel holte. «Das haben nicht viele geschafft. Dass ich Silber geholt habe, ist sehr speziell für mich. Ich habe mich mit einer starken Leistung zurückgemeldet. Mit meiner Performance über die Saison bin ich nicht zufrieden.»

In drei Grands Prix eroberte Woffinden weniger als zehn Punkte. Es bleibt deshalb bei neun Fahrern, die ihren Titel verteidigen konnten: Jack Young (1951/1952), Barry Briggs (1957/1958), Ove Fundin (1960/1961), Ivan Mauger (1968/1969/1970), Bruce Penhall (1981/1982), Erik Gundersen (1984/1985), Hans Nielsen (1986/1987), Tony Rickardsson (1998/1999 und 2001/2002) sowie Nicki Pedersen (2007/2008).

Vor dem 46-jährigen Greg Hancock, der im Etihad Stadium seinen vierten WM-Titel einfuhr, zieht Woffinden seine Basecap: «Er ist eine Legende und der größte und beste Botschafter unseres Sports. Er ist vierfacher Weltmeister, ich zweifacher. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, vier Titel einzufahren, das übersteigt meine Vorstellungskraft. Er hat so viel Erfahrung, wie lange will er noch fahren und so hart weiterarbeiten?»

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