Greg Hancock (44) ist ältester Speedway-Weltmeister

Von Jan Sievers
Speedway-GP

Im polnischen Thorn holte Greg Hancock den dritten Speedway-Weltmeister-Titel. Krzysztof Kasprzak ist Vizeweltmeister, Nicki Pedersen holte im Stechen Bronze.

Nach drei Durchgängen lag Greg Hancock bereits uneinholbar in Führung und wurde nach 1997 und 2011 zum dritten Mal Speedway-Weltmeister. Der 44-Jährige holte beim letzten von zwölf GP-Rennen in den ersten drei Läufen acht Punkte, während seine Gegner Federn ließen. Mit zwölf Punkten Vorsprung reiste er nach Polen und brauchte nur noch zehn Zähler, um den Sack zuzumachen.

Hancock hat nicht nur eine beeindruckende Titelsammlung vorzuweisen. Als einziger Fahrer nahm der dreifache Familienvater an (fast) allen GP-Läufen seit Einführung der Serie im Jahr 1995 teil. Nach dem Sturz beim Landsberg-GP musste Hancock allerdings seinen ersten GP aussetzen. Durch die schwere Handverletzung musste er den Vojens-GP sausen lassen und wurde trotz eines Rennens weniger Weltmeister.

Hancock ist der erste Amerikaner, der den dritten Titel schaffte. Nachdem er 2011 mit damals 41 bereits ältester Weltmeister der Geschichte wurde, konnte er diesen Bestwert dieses Jahr noch einmal um drei Jahre nach oben schrauben.

Während der WM-Titel vorzeitig vergeben war, zeichnete sich früh ab, dass Krzysztof Kasprzak seinen zweiten Platz in der WM-Wertung festhielt. Der Pole gewann das Finale in Thorn und wurde Vizeweltmeister.

Tai Woffinden konnte seinen Titel nicht verteidigen und verlor auch das Stechen um die Bronzemedaille gegen Nicki Pedersen. Vor dem Rennen lag Pedersen nach dem desaströsen Stockholm-GP noch auf dem fünften Platz. In Thorn kam er bis ins Finale, in dem er den Ärger der polnischen Fans auf sich zog, nachdem er Kasprzak in die Bande schickte.

Neben den Medaillen kämpften die Fahrer aus der zweiten Reihe um einen Top-8-Platz, der einen Start in der Speedway-GP-Serie 2015 sichert. Andreas Jonsson gelang nach seinem Sieg in Vojens und dem zweiten Platz in Thorn der Sprung ans rettende Ufer, ebenso Jaroslaw Hampel-

Für Martin Smolinski war der Thorn-GP der vorerst letzte in seiner Karriere. Nach seinem grandiosen Auftaktsieg in Neuseeland verlor der 29-Jährige immer mehr an Boden und schaffte es nicht, sich automatisch durch einen Top-8-Platz für das kommende Jahr zu qualifizieren. Der Olchinger muss nun auf eine der vier von Vermarkter BSI vergebenen Dauer-Wildcards hoffen, um im kommenden Jahr wieder im GP dabei zu sein. Die sportliche Qualifikation über die GP-Qualifikation schaffte der Bayer nicht.

Ergebnisse Speedway-GP Thorn/PL:

Vorläufe:
1. Greg Hancock (USA) 13 Punkte
2. Andreas Jonsson (S) 12
3. Krzysztof Kasprzak (PL) 12
4. Nicki Pedersen (DK) 11
5. Adrian Miedzinski (PL) 8
6. Tai Woffinden (GB) 8
7. Jaroslaw Hampel (PL) 8
8. Kenneth Bjerre (DK) 8
9. Chris Holder (AUS) 7
10. Maciej Janowski (PL) 7
11. Troy Batchelor (AUS) 6
12. Matej Zagar (SLO) 5
13. Pawel Prezdpelski (PL) 4
14. Martin Smolinski (D) 4
15. Chris Harris (GB) 4
16. Fredrik Lindgren (S) 3
17. Oskar Fajfer (PL) 0
18. Michael Jepsen Jensen (DK) 0

Semifinale 1: 1. Pedersen, 3 Punkte. 2. Hampel 2. 3. Woffinden 1. 4. Hancock 0.

Semifinale 2: 1. Jonsson 3. 2. Kasprzak 2. 3. Miedzinski 1. 4. Bjerre 0.

Finale: 1. Kasprzak 3. 2. Jonsson 2. 3. Hampel 1. 4. Pedersen 0.

Stechen um WM-Platz 3: 1. Pedersen, 2. Woffinden.

WM-Endstand: Qualifiziert für den Grand Prix 2015: 1. Hancock, 140 Punkte. 2. Kasprzak 132. 3. Pedersen 121. 4. Woffinden 121. 5. Zagar 114. 6. Jonsson 103. 7. Holder 100. 8. Hampel 98. – Ausgeschieden: 9. Batchelor 91. 10. Lindgren 90. 11. Niels-Kristian Iversen (DK), 87. 12. Smolinski 81. 13. Bjerre 79. 14. Darcy Ward (AUS), 75. 15. Harris 48. 16. Jepsen Jensen 42. 17. Peter Kildemand (DK), 33.

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