Horsens-GP: Janowski siegt, Woffinden jetzt WM-Leader

Von Helge Pedersen
Tai Woffinden, Chris Holder und Greg Hancock liegen nach dem Speedway-GP in Horsens innerhalb eines Punktes an der WM-Spitze. Den Sieg in Dänemark eroberte der Pole Maciej Janowski.

Spannender kann es nicht sein: Nach drei von elf Speedway-GP 2016 haben Tai Woffinden und Chris Holder an der WM-Spitze jeweils 39 Punkte, Greg Hancock hält als Dritter bei 38 Punkten, dann folgt Horsens-Sieger Maciej Janowski mit 36.

In den Vorläufen waren Hancock und Woffinden mit 13 und 12 Punkten tonangebend. Andreas Jonsson rettete sich sieben Punkten als Letzter in die Top-8, während Doyle, Iversen, Kildemand und Zmarzlik mit gleich vielen Punkten vor den Halbfinales ausschieden.

Im ersten Halbfinale hatte Nicki Pedersen gleich doppeltes Glück. Im ersten Versuch rutschte Antonio Lindbäck eingangs der zweiten Kurve nach einem fairen Angriff von Nicki Pedersen aus und wurde als Abbruchverursacher disqualifiziert. In diesem Moment führte Holder vor Hancock.

Im zweiten Versuch hatte Pedersen dreieinhalb Runden lang nichts gegen Holder und Hancock zu bestellen. In der dritten Runde ließ sich Hancock ausgangs der Startkurve zu weit nach außen tragen, kam mit der Fußraste in den tiefen Sand vor den Airfences und konnte sich auf der Geraden nur mit viel Mühe auf dem Motorrad halten. Pedersen nützte den Fehler, huschte innen durch und sicherte sich hinter Holder den Finalplatz.

Das zweite Halbfinale gewann souverän Janowski, Woffinden konnte sich gegen Jonsson auf Platz 2 behaupten, Zagar fuhr hinterher und gab vorzeitig auf.

Der erste Versuch des Finales musste abgebrochen werden. Pedersen hatte in der ersten Kurve einen Aufsteiger des Vorderrads und wurde bis an die Airfences nach außen getragen. Woffinden konnte nur umlegen, um nicht mit dem Dänen zu kollidieren. Pedersen verletzte sich an der linken Hand, vermutlich eine Bänderdehnung, er war für den Re-run aber ohnehin als Abbruchverursacher ausgeschlossen. Diesen gewann Janowski trotz massiver Gegenwehr von Holder. Woffinden war an den beiden dran, kam aber zu keinem Zeitpunkt über Rang 3 hinaus.

Für Janowski ist es nach Daugavpils 2015 der zweite GP-Sieg. «Die Nationalhymne zu hören, war unglaublich», freute sich der 24-Jährige, der jetzt mit drei Punkten Rückstand auf Woffinden WM-Vierter ist. «Bislang geht es für mich in dieser Saison hoch und runter, aber mein Team und ich arbeiten sehr hart.»

Holder gratulierte Janowski nach dem sehenswerten Kampf zum Sieg und meinte: «Die ersten beiden Läufe sah es nicht so gut aus, dann änderten wir das Set-up. Im Finale lag ich kurz in Führung, Maciej hatte das bessere Ende für sich.»

Dass Woffinden trotz gleich vielen Punkten wie Holder als WM-Führender gewertet wird liegt daran, dass er die Meisterschaft im Vorjahr besser abschloss. Bei Punktgleichheit nach dem letzten Rennen käme es zu einem Stechen.

Ergebnisse Speedway-GP Horsens/DK:

Vorläufe: 1. Greg Hancock (USA), 13 Punkte. 2. Tai Woffinden (GB), 12. 3. Maciej Janowski (PL), 10. 4. Antonio Lindbäck (S), 10. 5. Matej Zagar (SLO), 8. 6. Chris Holder (AUS), 8. 7. Nicki Pedersen (DK), 8. 8. Andreas Jonsson (S), 7. 9. Jason Doyle (AUS), 7. 10. Niels-Kristian Iversen (DK), 7. 11. Peter Kildemand (DK), 7. 12. Bartosz Zmarzlik (PL), 7. 13. Piotr Pawlicki (PL), 5. 14. Anders Thomsen (DK), 5. 15. Chris Harris (GB), 4. 16. Fredrik Lindgren (S), 2.

1. Halbfinale: 1. Holder. 2. Pedersen. 3. Hancock. 4. Lindbäck D.

2. Halbfinale: 1. Janowski. 2. Woffinden. 3. Jonsson. 4. Zagar.

Finale: 1. Janowski. 2. Holder. 3. Woffinden. 4. Pedersen D.

Stand nach 3 von 11 Läufen: 1. Woffinden, 39 Punkte. 2. Holder 39. 3. Hancock 38. 4. Janowski 36. 5. Lindbäck 30. 6. Kildemand 28. 7. Zagar 26. 8. Doyle 25. 9. Zmarzlik 25. 10. Pedersen 24. 11. Jonsson 22. 12. Lindgren 21. 13. Iversen 19. 14. Pawlicki 17. 15. Harris 10.

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