Tobias Kroner: «Nur Smolinski konnte Paroli bieten»

Von Michael Schubert
Speedway-World-Cup
Tobias Kroner

Tobias Kroner

Der Traum von der Teilnahme am Race-off des Speedway-World-Cups im englischen Manchester am kommenden Freitagabend endete für das deutsche Nationalteam im lauen Sommerwind von Västervik.

Dabei waren Martin Smolinski, Tobias Kroner, Kevin Wölbert und Kai Huckenbeck zusammen mit Teammanager Herbert Rudolph selbstbewusst und optimistisch nach Schweden gereist und schienen gut vorbereitet für die sportliche Auseinandersetzung mit den Teams der Gastgeber sowie aus Australien und den USA.

Während Schweden und der Equipe aus Down under im Vorfeld die Rolle der Favoriten zugesprochen wurde, ging es für Deutschland letztlich darum, mit den vier Fahrern aus den USA um den dritten Rang zu streiten, der die Teilnahme an der Hoffnungsrunde in England bedeutet hätte.

«Wir setzten von Beginn an voll auf Teamgeist, hatten uns bereits am Tag vor dem Rennen getroffen und uns am Abend auf die sportliche Herausforderung eingestimmt.» Für Tobias Kroner stimmte nicht nur die Moral innerhalb der Mannschaft: «Ich denke, wir haben mit dieser Mannschaft trotz des Ausscheidens in diesem Jahr viel erreicht und den Grundstein für die Zukunft gelegt.»

In der Tat hatte die Mannschaft im Vorfeld des Wettbewerbs mit sehr viel Eigeninitiative und Engagement gute eigene Rahmenbedingungen geschaffen und zusätzliche Gönner und Sponsoren für sich gewinnen können.

Einer detaillierten Analyse der Geschehnisse während des Rennens bedurfte es letztlich nicht – am Ende hatten die USA mit 22 Punkten drei Zähler mehr auf dem Konto, sodass dem deutschen Team nur der letzte Platz blieb. Statt Ausreden präsentierten die Verantwortlichen trotzt der allgemeinen Enttäuschung Fakten. Kroner: «Martin Smolinski hat eine sehr gute Leistung gebracht und war von Beginn an als einziger Fahrer in unserer Mannschaft in der Lage, der Konkurrenz Paroli zu bieten.»

Der Olchinger war mit 12 Punkten bester Punktelieferant, während Kroner (4), Wölbert (2) und Huckenbeck (1) enttäuschten. Mit WM-Leader Greg Hancock hatten die USA einen Trumpf in ihren Reihen, der mit 17 eingefahrenen Punkten nahezu im Alleingang für den Einzug ins Race-off sorgte und den Unterschied ausmachte.

Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis ziehen die Macher innerhalb der deutschen Mannschaft positive Erkenntnisse aus den Geschehnissen. «Es war eine super Erfahrung und wir haben und als Team gut präsentiert. Ich glaube, wir haben Grund positiv in die Zukunft zu schauen», so Kroner, der hofft, dass die Teilnahme an der WM für weitere Aufmerksamkeit gesorgt hat. «Wir haben zwar gesehen wo wir derzeit international stehen – aufgrund der Tatsache, dass es am Ende ein sehr knappes Ergebnis wurde, sollten wir aber auf keinen Fall der Versuchung erliegen, alles schlecht zu reden.»

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