Wegen «gefährlicher Fahrweise»: Cortese strafversetzt

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
«Das ist ärgerlich», meinte Sandro Cortese

«Das ist ärgerlich», meinte Sandro Cortese

Vier Supersport-WM-Piloten wurden nach der Superpole in Phillip Island zur Rennleitung bestellt und nach einer Anhörung bestraft. Sie seien in einem Sektor gemeinsam zu langsam gefahren, lautet die Begründung.

Mit Startplatz 4 lieferte Sandro Cortese (Kallio Yamaha) in der Supersport-WM in Australien einen tadellosen Einstand ab. Stunden später der Schock: Der Schwabe wird laut FIM-Artikel 1.21.2. wegen «gefährlicher Fahrweise auf der Strecke oder in der Boxengasse» um drei Plätze nach hinten versetzt, also auf Startplatz 7. Ebenfalls um drei Plätze zurück geht es wegen des gleichen Vergehens für Federico Caricasulo (von 2 auf 5), Raffaele De Rosa (von 8 auf 11) und Jules Cluzel (von 9 auf 12).

Was ist passiert?

Cortese gegenüber SPEEDWEEK.com: «De Rosa, Caricasulo, Cluzel, Krummenacher und ich seien in der Superpole in einem Sektor gemeinsam zu langsam gefahren», hieß es bei der Rennleitung. «Nach meinen Erkenntnissen darfst du nicht mehr als 10 Prozent langsamer fahren, um nicht bestraft zu werden. Ich habe ihnen das vorgerechnet, das sei auch alles korrekt, aber nicht der Punkt. Ich hätte ein unnatürliches Bremsverhalten gezeigt, dadurch hätte ich die anderen auch abgebremst, dadurch entsteht die Strafe. Auf die ganze Runde war ich gerade mal drei Sekunden langsamer.»

Wenn du aus Sicht der Rennleitung schuld bist, wieso werden die anderen dann auch bestraft? «Sie sagen nicht, dass es meine Schuld war, sondern ein generelles Fehlverhalten von vier Fahrern. Ich bremste, sie hätten überholen müssen, wollten aber hinter mir herfahren, weil ich einen guten Rhythmus hatte. Sie wollten sich von mir ziehen lassen, hätten aber vorbeifahren und ihren eigenen Rhythmus fahren sollen. Weil sie das nicht taten, wurde die anderen drei auch bestraft. Krummi wurde nicht bestraft, obwohl er auch mittendrin war.»

Statt aus der zweiten Reihe muss Cortese im Rennen am Sonntag aus der dritten losfahren.

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