Freudenberg: Mit Yamaha und Luca Grünwald in SSP-WM?

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Luca Grünwald und Carsten Freudenberg (re.) wollen gemeinsam aufsteigen

Luca Grünwald und Carsten Freudenberg (re.) wollen gemeinsam aufsteigen

Luca Grünwald verriet bereits in der Sommerpause, dass er 2019 Supersport-Weltmeisterschaft fahren möchte. Aktuell klärt der Bayer, welche Möglichkeiten sich ihm bieten.

Den WM-Titel in der Supersport-300-Klasse kann Luca Grünwald nach der Nullrunde in Portimao so gut wie abhaken: Borja Sanchez rempelte den Fahrer aus dem Team Freudenberg KTM ins Aus, vor dem Finale in Magny-Cours hat der Bayer 22 Punkte Rückstand auf Leaderin Ana Carrasco und ist nur noch Vierter im Gesamtstand.

«Ich möchte nächstes Jahr Supersport-WM fahren», sagt Grünwald seit einigen Wochen. «Mit 23 Jahren bin ich ein alter Mann in der 300er-Klasse, es ist offensichtlich, dass ich nicht noch drei Jahre 300er-Fahren will.»

Grünwald bringt sich derzeit bei verschiedenen Supersport-Teams ins Gespräch. Er weiß aber auch, dass er 2019 auf einer Yamaha sitzen muss, will er konkurrenzfähig sein. Die aktuellen Top-4 der Weltmeisterschaft pilotieren eine R6!

Eventuell ergibt sich etwas mit seinem jetzigen Team von Michael und Carsten Freudenberg. Die Truppe aus Sachsen arbeitet in der IDM Supersport mit Yamaha zusammen und führt mit Max Enderlein zwei Rennen vor Ende die Gesamtwertung an.

«Wir haben bereits Gespräche mit Luca geführt und auch bei der Dorna wegen eines Startplatz angefragt», bestätigte Carsten Freudenberg gegenüber SPEEDWEEK.com. «Das sollte das geringste Problem sein, die Dorna ist natürlich an einem deutschen Team und einem deutschen Fahrer interessiert. Ich habe auch gute Kontakt zu Yamaha, voriges Jahr waren wir in der IDM 300 Deutscher Meister. Mit Grünwald und Trautmann sind wir auch schon Yamaha 1000er gefahren und waren zweimal Vizemeister. Die Kontakte bestehen und wir versuchen etwas zu organisieren. Aber es gibt noch keine definitiven Aussagen.»

Der engagierte Sachse weiter: «Der Plan ist, dass wir drei 300er-Fahrer auf KTM im bestehenden Team machen und für Luca ein Yamaha-600er-Team mit einem Fahrer auf die Beine stellen. Dann könnten wir das mit ihm Schritt für Schritt aufbauen, die Infrastruktur dazu hätten wir, auch zwei Transportfahrzeuge. Unsere Mechaniker haben genügend Erfahrung mit der R6, von daher ist alles machbar. Jetzt müssen wir nur noch das Budget zusammenbringen. Wir hoffen, dass Yamaha Deutschland etwas mit uns macht. Als deutscher Importeur hätten sie mit einem deutschen Fahrer in einem deutschen Team ein Aushängeschild in der Weltmeisterschaft. Wir würden zwei komplett getrennte Strukturen machen, mit unterschiedlichen Teamnamen. Wir wollen natürlich nicht, dass die Marken vermischt werden, das muss konsequent getrennt werden.»

Mittelfristig wäre der nächste Schritt, dass ihr in alle drei WM-Klassen präsent seid? «Das ist so nicht der Plan», hielt Freudenberg fest. «Wir wollen in der Supersport 300 langfristig mit KTM dabei sein, aber wir wollen Talente ja auch weiterbringen. Luca ist in der Lage um den Titel mitzufahren, er muss jetzt in die 600er-Klasse gehen. Natürlich wäre es schön, wenn wir die Basis hätten, um einen Fahrer bei den 300ern aufzubauen und ihn dann bei den 600ern zu entwickeln und weiterzubringen. Bei den 600ern brauchst du eine Yamaha, das Motorrad hat eine gute Basis. Luca wäre auf jeden Fall in der Lage, damit in die Top-10 zu fahren. Was Thomas Gradinger zeigt, kann Luca auch.»

Der Österreicher fuhr in seiner Rookie-Saison in neun Rennen sieben Mal in die Punkte und glänzte in Brünn, Misano und Portimao in den Top-8. In der Gesamtwertung liegt er drei Rennen vor Schluss auf Platz 10, der siebte Rang ist nur elf Punkte entfernt.

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