Kampf der Deutschen: Daniel Rubin gegen Chris Stange

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM

Bei der Supersport-WM in Assen sind mit Christian Stange und Wildcard-Fahrer Daniel Rubin zwei Deutsche dabei. Obwohl sie in der Superpole fast gleich schnell waren, beurteilen sie ihre Leistung grundverschieden.

Der Deutsche Vizemeister Daniel Rubin aus Schwanau landete bei seinem ersten WM-Einsatz mit der Yamaha aus dem Team von Vater Hubert auf dem TT Circuit in Assen auf Startplatz 21 und damit direkt vor Christian Stange, dem einzigen deutschen Fixstarter in der Supersport-WM. Die beiden trennen nur 0,164 sec.

«Ich ging ganz entspannt in die Superpole, ohne große Vorstellungen», erzählte Rubin SPEEDWEEK.com. «Ich hatte eine 1:40er-Zeit eingeplant, dann kamen aber die roten Flaggen raus.»

Lucas Mahias hatte das Öl seiner Kawasaki durch mehrere Kurven auf der Ideallinie verteilt, Raffaele De Rosa, Hikari Okubo und Corentin Perolari rutschten darauf aus und stürzten.

Als die Superpole wieder aufgenommen werden sollte und Rubin mit neuem Reifen angreifen wollte, kam der Schneeregen – Abbruch!

Somit blieb es für den Badener mit 1:41,117 min bei 3,107 sec Rückstand auf Polesetter Randy Krummenacher aus dem Team Bardahl Evan Bros Yamaha.

«Vor Stange zu stehen, als bester Deutscher, ist natürlich nicht schlecht», grinste der 21-Jährige. «Ich hätte nicht gedacht, dass die in der WM bei diesen kalten Verhältnissen trotzdem so schnell sind. Da fehlt mir vom Kopf her das Vertrauen; dass die Reifen trotzdem Grip aufbauen und man so schnell fahren kann. Man merkt auch, dass sie schon drei Rennwochenenden hinter sich haben. Ich habe in Misano getestet – aber ein Test ist nicht wie ein WM-Rennwochenende, wo du voll unter Spannung bist. Mir fehlt es überall ein bisschen, nirgends extrem. Deshalb bin ich guter Dinge, dass wir für das Rennen noch etwas finden und ich weiter nach vorne komme.»

«Ich war nur vier Runden draußen, dann kam der Abbruch», schilderte Stange aus dem Team Lorini Honda seine Superpole bei einem Teller Nudeln. «Wir haben in den Trainings viele Stopps gemacht, wir haben viel zu kämpfen und viele Probleme – da ist es schwierig, einen Rhythmus zu finden. Der Sturz am Freitag in FP2 hat mich zwar nicht eingebremst, aber Zeit gekostet. Wir müssen pushen, es geht mehr, wir kriegen es aber nicht auf die Runde.»

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