Supersport-WM

Kawasaki im Tal der Tränen: Geht es endlich aufwärts?

Von Ivo Schützbach - 03.06.2019 10:18

Seit 19 Monaten wartet Kawasaki in der Supersport-WM auf einen Podestplatz, Ex-Weltmeister Lucas Mahias kam mit der betagten ZX-6R bislang nicht über Platz 5 hinaus. Die Vorzeichen für die kommenden Rennen stehen besser.

Lucas Mahias wurde 2017 auf Yamaha Weltmeister, vergangenes Jahr unterlag er im Titelkampf Sandro Cortese und wechselte anschließend von Yamaha zu Puccetti Kawasaki.

Teamchef Manuel Puccetti kaufte den Franzosen als Nachfolger des zurückgetretenen Rekord-Weltmeisters Kenan Sofuoglu ein. Doch nach fünf Rennen hat Mahias den fünften Platz in Assen als bestes Ergebnis vorzuweisen und ist mit 40 Punkten lediglich WM-Siebter, während Teamkollege Hikari Okubo (50 Punkte) auf Gesamtrang 4 liegt.

In Imola war Mahias erstmals podestfähig, stürzte aber in der Schikane bei Start/Ziel, weil Landsmann Jules Cluzel direkt vor ihm Getriebeprobleme hatte.

Anfang November 2017 holte Sofuoglu für Kawasaki in Katar den letzten Podestplatz, der letzte Sieg datiert auf den 17. September 2017, als der Türke in Portimao gewann.

Kawasaki tut sich mit der alten ZX-6R, das Motorrad wurde 2009 homologiert, gegen die wesentlich modernere Yamaha R6 trotz inzwischen eingeführter Einheitselektronik extrem schwer.

«Der Kawasaki fehlt es an Speed, in Imola ist Motorleistung nicht so wichtig wie auf den Strecken davor», erklärte Fabien Foret SPEEDWEEK.com die Leistungssteigerung. Der Franzose war 2002 Supersport-Weltmeister und arbeitet seit Jahren als Riding-Coach, diese Saison betreut er die Champions Jonathan Rea und Mahias.

«Mahias in Imola war dieselbe Geschichte wie Jonathan Rea bei den Superbikes, er hatte bis dahin gegen Bautista auf seiner Ducati auch keine Chance. Strecken wie Buriram sind nicht gut für Motorräder, denen es an Leistung fehlt. Bei den meisten kommenden Strecken ist Motorleistung nicht so wichtig – mit den Ausnahmen von Argentinien und Katar zu Saisonende. In Jerez und Donington Park können die Ergebnisse anders aussehen, dort haben die Kawasaki eine Chance.»

Lucas Mahias (vorne) in Imola © Gold & Goose Lucas Mahias (vorne) in Imola Fabien Foret (li.) mit Jonathan Rea © Gold & Goose Fabien Foret (li.) mit Jonathan Rea
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Imola 2019

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