MV Agusta: Ohne Investition keine WM-Zukunft

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Bis zum 15. September 2013 will ParkinGO-Chef Giuliano Rovelli entscheiden, wie es mit seinem MV-Agusta-Team in der Supersport-WM weitergeht.

Mit MV Agusta will ParkinGO-Boss Giuliano Rovelli in der Supersport-WM nur weitermachen, wenn sich die italienische Traditionsmarke finanziell und bei der Entwicklung der dreizylindrigen F3 mehr einbringt. Geschieht das nicht, ist für Rovelli vom kompletten Rückzug aus der WM bis zur Rückkehr in die Superbike-WM mit einer anderen Marke alles vorstellbar.

Rovelli arbeitete bereits mit Triumph, Yamaha und Aprilia. Dass MV Agusta mehr Emotionen als die meisten anderen Marken vermittelt, hat der Selfmade-Millionär schnell realisiert. «Ich halte MV Agusta für die wichtigste italienische Marke im Rennsport, sie haben sehr viel gewonnen, mehr als Ducati. Nach Titeln sind sie die Besten. Wir versuchen, aus MV Agusta in den nächsten zwei oder drei Jahren wieder eine Siegmarke zu machen. Das ist eine sehr große Herausforderung für uns und den Hersteller.»

Und fügt schmunzelnd hinzu: «Ducati keine italienische Marke mehr, sie sind jetzt deutsch. Nur noch MV Agusta und Aprilia sind übrig.»

«Für MV Agusta ist es unmöglich gleich viel Geld wie Ducati in den Rennsport zu investieren», weiß Rovelli. «Die wirkliche Produktion wurde erst vor zwei Jahren wieder aufgenommen. Letztes Jahr hat die Firma 7000 Motorräder verkauft, was nicht so schlecht ist. Das Ziel für 2013 sind 10.000. Das ist ein großes Wachstum. Wir müssen mit unseren wirtschaftlichen Voraussetzungen das Beste leisten. Wir bräuchten einen Sponsor, wie ihn Ducati mit Marlboro in der Vergangenheit hatte. Das hat ihnen erlaubt, sich mit den japanischen Herstellern zu messen. Sponsoren zu finden ist aber auch mit MV Agusta nicht einfach. Der Wirtschaft in Südeuropa geht es sehr schlecht – und es wird noch schlimmer. Wir haben die Talsohle noch nicht durchschritten. Der Unterschied zwischen Triumph und MV Agusta ist, dass sie Interesse am Rennsport haben. Sie müssen aber noch lernen, wie sie einem Team bestmöglich helfen können.»

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