Jan-Ole Jähnig: Training mit MV Agusta vom Papa

Von Esther Babel
Supersport-WM 300
Auch auf der MV Agusta F3 macht Jan-Ole Jähnig eine gute Figur

Auch auf der MV Agusta F3 macht Jan-Ole Jähnig eine gute Figur

Um WM-Punkte kämpft Supersport-WM-300 Rookie Jan-Ole Jähnig erst Mitte April an. Über den Jahreswechsel ging es aber zum traditionellen Familien-Ausflug nach Spanien – aber nicht mit seiner KTM.

Die Winterpause dauert auch für einen angehenden WM-Piloten eindeutig zu lang. Um sich die Wartezeit auf die Premiere als Supersport-WM-300-Stammfahrer zu verkürzen, machte sich der IDM-Meister 2017 Jan-Ole Jähning mit Familie auf in wärmere Gefilde. Sein Team Freudenberg war derweil in der heimischen Werkstatt mit den Vorbereitungen der KTM für Jähnig, Max Kappler und Luca Grünwald beschäftigt.

«Wie bereits in den vergangenen Jahren war ich nach Weihnachten zum Wintertraining in Calafat», schildert Jähnig «Gut 150 Fahrer versuchten dort, die Zeit bis zum nächsten Frühling etwas zu verkürzen. Für mich ist das immer eine gute Gelegenheit, um auf dem Bike zu sitzen und bei der Vorbereitung auf die kommende Saison etliche Kilometer abzuspulen. In diesem Jahr war ich mit der MV Agusta F3 auf der Rennstrecke, die ich aber sonst eher selten fahre.»

«Leider war diesmal der Wettergott nur bedingt auf unserer Seite», beschreibt er seinen Ausflug. «Es war zwar sonnig, dafür aber auch sehr windig. Am ersten Tag war deshalb für mich erst Mal Pause. Am zweiten Tag lief es nicht wesentlich besser, immerhin zwei Turns auf der Uhr. Dann wurde der Wind von Tag zu Tag weniger und so konnte ich, auch Dank des 3-Stunden-Rennens am Silvestertag, insgesamt immerhin 500 Kilometer fahren.»

Das Langstreckenrennen absolvierte der angehende WM-Pilot mit seinem Vater, auch das hat schon eine gewisse Tradition. «Schließlich ist es sein Bike, da darf er auch mal in den Sattel», grinste Jähnig junior. «Ich habe immerhin die schnellste Rennrunde in den Asphalt gebrannt und auch der Le Mans-Start ist mir ziemlich gut gelungen. Nach meinem ersten Einsatz von etwa 52 Minuten lagen wir noch in Führung. Aber bei unseren Stopps haben wir noch jede Menge Luft nach oben.»

Die Ferienzeit ist inzwischen vorüber und für das Trio vom Team Freudenberg steht am kommenden Wochenende die offizielle Teamvorstellung im Rahmen der SachsenKrad an. Anschließend ist erst einmal wieder Pause. «Unseren ersten Test fahren wir ab dem 22.März in Aragon, wo für uns vom 13. bis zum 15. April auch der WM-Auftakt ist», erklärt Teamchef Carsten Freudenberg. «Wir können da bei Trainingsveranstalter Bike Promotion mitfahren und werden von der Truppe bei unseren Saisonvorbereitungen toll unterstützt. Nach dem Aragon-Test geht es weiter nach Valencia, wo weitere drei Testtage angesetzt sind. Ostern verbringen wir dann zu Hause und dann geht es auch schon fast los.»

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