Eli Tomac (Kawasaki) dominiert in Phoenix

Von Thoralf Abgarjan
Supercross-WM
Eli Tomac meldete sich in Glendale eindrucksvoll zurück

Eli Tomac meldete sich in Glendale eindrucksvoll zurück

Mit einem überlegenen Sieg in Arizona meldete sich Eli Tomac (Kawasaki) als Titelkandidat der Supercross-WM zurück. Altmeister Chad Reed (Yamaha) bezwang in Arizona Titelverteidiger Ryan Dungey (KTM).

Nach dem Ausfall von Ken Roczen (Honda), der vor einer Woche in Anaheim schwer gestürzt war und verletzt ausschied, wurden die Karten im University Of Phoenix Stadium von Glendale (Arizona) nun neu gemischt. In Runde 4 der Supercross-WM war plötzlich Eli Tomac (Kawasaki), der vor Saisonbeginn neben Ken Roczen (Honda) und Ryan Dungey (KTM) als heißer Titelkandidat gehandelt wurde, wieder ganz vorn dabei.

Eli Tomac rückt auf WM-Rang 3 vor:
Mit seinem überlegenen Sieg konnte Tomac in der Tabelle deutlich Boden gutmachen und rückte in der WM-Tabelle von Rang 5 auf Rang 3 vor. Auf WM-Leader Dungey hat der Kawasaki-Pilot nach dem ersten Viertel der WM 20 Punkte Rückstand. Zu Marvin Musquin (KTM) auf WM-Rang 2 fehlen ihm nur ganze 5 WM-Punkte.

Marvin Musquin (KTM): Nach harten Zweikämpfen enttäuscht
Marvin Musquin (KTM) kämpfte im Mittelfeld verbissen um wichtige WM-Punkte und lieferte sich ein beinhartes Duell mit Cooper Webb (Yamaha). Doch am Ende reichte es für den Franzosen nur für Rang 9. In der WM-Tabelle verteidigte er knapp Platz 2.

Ryan Dungey (KTM) sammelt weiter Punkte
Titelverteidiger Ryan Dungey (KTM), der in Anaheim die WM-Führung übernommen hatte, haderte zwar etwas mit dem weitläufig angelegten Kurs, doch er sammelte auf dem Podium weiter fleißig Punkte. Nach Roczens Ausfall und den Problemen seines Verfolgers Musquin, hat der KTM-Werksfahrer nun sogar ein Polster von 15 Punkten in der Tabelle. Mehr als Rang 3 war in Glendale für den Titelverteidiger jedoch nicht drin: «Ich war heute etwas neben der Spur», kommentierte Dungey sein Rennen, «aber wichtig ist, dass ich die WM-Führung verteidigen konnte. Darum geht es am Ende.»

Routinier Chad Reed: Ganz der Alte
Geschlagen wurde Dungey von Altmeister Chad Reed (Yamaha). Der Australier zeigte sich angriffslustig und hungrig wie in seinen besten Tagen. Aus welchem Holz Reed geschnitzt ist, wurde auf dem Podium deutlich: Obwohl Rang 2 eigentlich für den gefeierten Routinier ein sensationelles Ergebnis war, wollte er mehr: «Ich bin eigentlich enttäuscht», erklärte Reed auf dem Podium. «Wir hätten es schon zu Saisonbeginn auf das Podium schaffen müssen. Meine Fitness ist da, die Maschine passt bestens zu mir und dennoch habe ich vier WM-Runden gebraucht, um auf das Podium zu kommen.» Am Ende war der Australier dennoch glücklich und feierte unter frenetischem Beifall des begeisterten Publikums.

Es bleibt spannend
Die WM ist nun wieder offen. Dungey konnte seinen WM-Vorsprung ausbauen, Tomac kommt immer besser in Fahrt und reiht sich in die Liste der Titelaspiranten ein. Musquin, der exzellent in die Saison gestartet war, gerät plötzlich unter Druck. Bereits in der kommenden Woche geht es in Oakland weiter.

Alle Einzelheiten vom 450cc-Finale von Glendale (Arizona) erfahren Sie im nachfolgenden Renn-Stenogramm:

Start:
Eli Tomac gewinnt den Start vor Justin Brayton, Cole Seely und Ryan Dungey. Musquin außerhalb der Top-10.

2. Runde:
Tomac führt vor Seely, Brayton, Dungey, Stewart, Millsaps, Reed, Baggett und Gran.

3. Runde:
Malcolm Stewart kommt von der Strecke ab, gerät in die Streckenbegrenzung und geht zu Boden.

4. Runde:
Tomac setzt sich ab. Er führt mit 8,7 Sekunden Vorsprung.

5. Runde:
Reed (P5) ist nun am Hinterrad von Dungey (P4), Musquin auf Platz 10.

8. Runde:
Tomac führt mit 14 Sekunden Vorsprung vor Seely, Reed, Dungey, Brayton und Millsaps.

9. Runde:
Sensation! Reed geht an Dungey vorbei auf Rang 3, doch der Champion kontert.

10. Runde:
Musquin kämpft weiterhin im Mittelfeld, geht aber an Webb vorbei auf Rang 8.

12. Runde:
Dungey geht zunächst an Seely vorbei auf Rang 2! Reed nutzt die Situation und schiebt sich als 'lachender Dritter' an beiden Kampfhähnen vorbei auf Rang 2.

13. Runde:
Tomac führt nun vor Reed, Dungey, Seely, Brayton, Millsaps, Baggett, Musquin und Webb.

17. Runde:
Musquin kann einen Angriff von Webb zunächst abwehren, doch Webb setzt sich am Ende doch gegen den Franzosen durch.

Letzte Runde:
Tomac gewinnt mit 11,8 Sekunden Vorsprung vor Reed und Dungey.

Ergebnis 450cc-Finale von Phoenix:
1. Eli Tomac (USA), Kawasaki
2. Chad Reed (AUS), Yamaha
3. Ryan Dungey (USA), KTM
4. Cole Seely (USA), Honda
5. David Millsaps (USA), KTM
6. Justin Brayton (USA), Honda
7. Blake Baggett (USA), KTM
8. Cooper Webb (USA), Yamaha
9. Marvin Musquin (FRA), KTM
10. Jason Anderson (USA), Husqvarna
11. Dean Wilson (USA), Yamaha

WM-Stand nach 4 von 17 Rennen:
1. Ryan Dungey, 89
2. Marvin Musquin, 74 (-15)
3. Eli Tomac, 69 (-20)
4. Cole Seely, 69 (-20)
5. David Millsaps, 55 (-34)
6. Ken Roczen, 51 (-38)
7. Chad Reed, 49 (-40)
8. Jason Anderson, 47 (-42)
9. Joshua Grant, 46 (-43)
10. Cooper Webb, 44, (-45)

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