Arnaud Tonus (Kawasaki): Kritische Blutdruckwerte

Von Thoralf Abgarjan
US-Supercross Lites Ost
Arnaud Tonus durfte in Daytona nicht starten

Arnaud Tonus durfte in Daytona nicht starten

Der Schweizer Arnaud Tonus vom Team Pro Circuit Kawasaki zeigte in Atlanta ein starkes Rennen und war auf Podiumskurs, als er am Ende in Probleme geriet, die ihn auch in Daytona noch belasteten.

Vom reinen Speed ist der Schweizer Arnaud Tonus vom Team Pro Circuit Kawasaki in der US-Ostküstenmeisterschaft gut dabei.

Der Einzug in die Finalrennen klappte von Anfang an und bereits beim ersten Lauf in Arlington landete er auf Platz 8.

Es folgte Atlanta-1 mit einer Kollision in Runde 1 und einer Aufholjagd vom Ende des Feldes, die ihm einen respektablen 10. Rang einbrachte.

Noch besser lief es aus sportlicher Sicht beim zweiten Showdown von Atlanta-2, eine Woche später. ​Er zeigte sein Supercross-Potenzial und hielt sich im Finale zunächst mehrere Runden lang ​an der zweiten Position. Danach hatte er Pech: ​Er wurde bis auf Rang 4 durchgereicht und in der letzten Runde kurz vor dem Ziel​ausgerechnet von seinem Teamkollegen Joey Savatgy ausgetrickst, wodurch ​​er komplett ​den Rhythmus verlor und bis zur Zielflagge weitere zwei Positionen einbüßte.

Rein sportlich hätte in Atlanta-2 weit mehr als Rang 7 herausspringen können, aber ​nach dem Rennen musste sich Tonus in ärztliche Behandlung begeben, denn er hatte viel zu niedrigen Blutdruck und zu geringe Blutzuckerwerte.

Diese ​Sorgen begleiteten Tonus auch die ganze folgende ​Woche. Beim vierten Ostküstenlauf in Daytona verschärften sich die Probleme während des Qualifikationstrainings erneut. Seine Blutzuckerwerte sanken auf kritische Werte, so dass ​er noch vor Ort eine intravenöse Infusion erhielt.

Im Rennen durfte er nicht starten.

Das war der erste Totalausfall, der den Schweizer mit 38 Punkten auf Rang 12 in der Gesamtwertung der Lites-Klasse zurückwarf. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Marvin Musquin beträgt 59 Punkte.

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