«Privatier» Petter Solberg düpiert Elite

Von Toni Hoffmann
WRC
«Privatier» Petter Solberg schlägtdie  Elite.

«Privatier» Petter Solberg schlägtdie Elite.

Der Weltmeister von 2003 Petter Solberg zeigt’s in einem «Oldie» allen.

Petter Solberg hat es beim Auftakt zu seinem WM-Heimspiel in Norwegen allen gezeigt. Der Weltmeister von 2003 fuhr im betagten, privat eingesetzten Citroën Xsara WRC (Baujahr 2001) auf der 1,92 km langen Zuschauer-Prüfung vor den Toren der norwegischen Hauptstadt Oslo mit 1:32,8 Minuten die schnellste Zeit. Das war ganz nach dem Geschmack von «Mr. Hollywood», wie Solberg auch gerne genannt wird. «Das war super!», freute sich Solberg, der nach dem Rückzug seines letzten Arbeitgebers Subaru Mitte Dezember zurzeit ohne Werks-Cockpit ist und daher im von seinem eigenen Team Petter Solberg Motorsport eingesetzten Xsara startet.

Um sechs Zehntelsekunden verwies er vor zahlreichen ihn anfeuernden Landsleuten Mikko Hirvonen, Sieger der norwegischen WM-Premiere 2007, im Werks-Ford Focus auf den Ehrenplatz. Der fünffache Rekord-Champion und irische WM-Auftaktsieger Sébastien Loeb reihte sich im Werks-Citroën C4 mit einem Rückstand von sieben Zehntelsekunden auf dem dritten Platz ein. Die zweite einheimische Überraschung lieferte Mads Östberg, der im privaten Subaru Impreza WRC mit einem Rückstand von 1,2 Sekunden die vierbeste Zeit mit einem Abstand von 1,1 Sekunden vor Jari-Matti Latvala im zweiten Werks-Ford erzielte.

Im Familien-internen Duell der Solberg-Bros. schlug Petter seinen etwas älteren Bruder Henning im aktuellen Ford Focus des Stobart-Teams um 4,2 Sekunden. Henning hatte 2007 bei der ersten WM-Rallye Norwegen das Bruder-Duell mit dem dritten Endrang knapp vor Petter gewonnen.

Mit dem 14. Platz und einem Rückstand von 7,1 Sekunden gab der Moskauer Evgeny Novikov, mit 18 Jahren der jüngste für die Hersteller-WM nominierte Pilot, bei seiner Jungfernfahrt im C4 des Citroën Junior-Teams seinen Einstand in der WRC-Königsklasse. Bester der Produktionswagen-Wertung war Patrik Sandell auf dem 12.Platz (Rückstand: 6,2 Sekunden) bei der WM-Premiere des neuen Skoda Fabia S2000 des Red Bull Rallye-Teams.

Zeiten der ersten von 23 Prüfungen (= 1,92 von 375,04 km)

1. Petter Solberg/Phill Mills (N/GB), Citroën Xsara WRC, 1:32,8 min.
2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lethinen (FIN/FIN), Ford Focus WRC, + 0,6 sec.
3. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën C4 WRC, + 0,7 sec.
4. Mads Östberg/Ole Kristian Unnerud (N/N), Subaru Impreza WRC, + 1,2 sec.
5. Jari-Matti Latvala/Miikka Antilla (FIN/FIN), Ford Focus WRC, + 2,3 sec.
6. Dani Sordo/Marc Marti (E/E), Citroën C4 WRC, + 3,0 sec.
7. Urmo Aava/Kuldar Sikk (EE/EE), Ford Focus WRC, + 3,4 sec.
8. Henning Solberg/Cato Menkerud (N/N), Ford Focus WRC, + 4,2 sec.
9. Matthew Wilson/Scott Martin (GB/GB), Ford Focus WRC, + 4,7 sec.
10. Anders Gröndal/Maria Andersson (N/S), Subaru Impreza WRC, + 5,3 sec.

Einen ausführlichen Bericht über die Rallye Norwegen finden Sie in unserer Print-Ausgabe Nr. 9, die am Dienstag, 17. Februar 2009, erscheint.

Mehr über...

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Fr. 05.06., 18:10, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 18:20, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 18:30, Sky Sport 2
Warm Up
Fr. 05.06., 18:40, Motorvision TV
Chateaux Impney Hill Climb
Fr. 05.06., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Fr. 05.06., 19:30, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 20:00, Sky Sport 1
Warm Up
Fr. 05.06., 20:00, Sky Sport HD
Warm Up
Fr. 05.06., 20:15, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennisklassiker Paris: Viertelfinale Muster - Alberto Costa
Fr. 05.06., 20:50, Motorvision TV
Andros E-Trophy
» zum TV-Programm