Deutschland: Dani Sordo stark, Sébastien Ogier nervös

Von Toni Hoffmann
WRC
Dani Sordo übernahm am Freitagmorgen die Führung

Dani Sordo übernahm am Freitagmorgen die Führung

Dani Sordo hat bei der zehnten Runde zur Rallye-Weltmeisterschaft in Südwestdeutschland die Führung übernommen, Sébastien Ogier «besuchte» einen Acker.

Dani Sordo, Deutschland-Sieger von 2013, setzte im Hyundai i20 Coupé WRC auf der zweiten von 21 Prüfungen die Bestmarke und lag 1,5 Sekunden vor Ott Tänak im Ford Fiesta WRC und 1,9 Sekunden vor seinem in der WM führenden Teamkollegen Thierry Neuville. Der Vorjahressieger Sébastien Ogier verlor wegen eines Ausritts in ein Feld im Ford Fiesta WRC fünf Sekunden und rangierte deswegen auf dem siebten Platz.

Sordo erreichte mit einem leicht beschädigten Frontflügel bei leichtem Regen das Ziel der 9,27 km langen Super Stage «Wadern-Weiskirchen», die am Freitag gleich dreimal absolviert wird. «Alles in Ordnung. Die Balance des Autos war gut. Ich muss einfach das Beste versuchen. Es wird nicht leicht heute. Und das Wetter scheint auch nicht einfach», meinte Sordo.

«Keine einfache Prüfung. Wir hatten an einigen Abzweigen Probleme mit den Bremsen», merkte der Italien-Sieger Tänak an.

Der dreifache Saisonsieger und WM-Leader Thierry Neuville entschied sich für drei harte und einen weichen Reifen. «Wir wählten andere Reifen als Ogier. Ich denke, wir haben hier eine gute Wahl getroffen», sagte Neuville, der 2014 in Deutschland seinen ersten Sieg erzielt hatte.

Der Vorjahressieger und vierfache Champion Sébastien Ogier scheint etwas nervös in die Rallye gestartet zu sein, die er schon dreimal gewonnen hat. Das Fernsehteam meldete einen Besuch von Ogier im Ford Fiesta WRC in einem Acker. Der 40-fache Laufsieger verlor deswegen fünf Sekunden auf Sordo und lag mit einem Rückstand von 4,4 Sekunden auf Rang sieben. «Kein guter Start in diese Rallye. Wir hatten einen Dreher. Wir landeten in einem Feld und verloren dabei fünf Sekunden», erklärte Ogier seinen Patzer.

Einen weitaus stärkeren Patzer erlaubte sich der ohnehin angeschlagene Kris Meeke. Auf der ersten Prüfung, dem nur 2,05 km langen Zuschauer-Parcours in der Saarbrücker Innenstadt, setzte er seinen Citroën C3 WRC gegen einen Betonpoller und musste danach abgeschleppt werden, wofür er zehn Strafminuten kassierte.

Der dreifache Deutsche Meister und Europameister Armin Kremer rangierte bei seiner Jungfernfahrt im Ford Fiesta WRC mit einem Rückstand von 22,5 Sekunden auf dem 13. Platz. «An manchen Stellen war es für mich nicht leicht. Ich denke, ich werde mich im Laufe des Tages noch etwas steigern können», merkte Kremer an.

Stand nach 2 von 21 Prüfungen:

1. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 Coupé WRC, 7:20,6 min.
2. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 1,5 sec.
3. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, + 1,9
4. Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 2,3
5. Mikkelsen/Jaeger (N), Citroën C3 WRC, + 2,3
6. Breen/Martin (IRL/GB), Citroën C3 WRC, + 3,1
7. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 4,4
8. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, + 5,2
9. Lappi/Ferm (FIN), Toyota Yaris WRC, + 7,9
10. Hänninen/Lindström (FIN), Toyota Yaris WRC, + 8,7

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