Deutschland: Mikkelsen lässt Citroën-Fahnen wehen

Von Toni Hoffmann
WRC
Deutschland-Leader Andreas Mikkelsen in den Weinbergen

Deutschland-Leader Andreas Mikkelsen in den Weinbergen

Andreas Mikkelsen hat die erste Freitag-Schleife des zehnten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft in Deutschland als Leader beendet und lässt bei der einst von Citroën dominierten Rallye die roten Fahnen wieder wehen.

Nach fünf der 21 Asphaltprüfungen lag Mikkelsen bei seinem dritten Einsatz im Citroën C3 WRC 4,1 Sekunden vor Ott Tänak und 5,6 Sekunden vor dem Vorjahressieger Sébastien Ogier, beide im Ford Fiesta WRC von M-Sport. Auf den bisher fünf ausgetragenen Prüfungen wechselte viermal die Führung. Am Donnerstagabend lag nach dem nur 2,05 km langen Saarbrücker Stadtkurs Jan Kopecky im Skoda Fabia R5 vorne. Nach der ersten Freitag-Entscheidung übernahm Dani Sordi im Hyundai i20 Coupé WRC das Zepter, das er eine Prüfung später an Ott Tänak wieder abgab. Auf der vierten Entscheidung setzte sich Mikkelsen bei seinem dritten Einsatz im Citroën C3 WRC an die Spitze

«Einige Prüfungen waren neu für mich. Die kannte ich nur von Videos. Schon etwas verrückt, dass wir jetzt führen. Das Auto fühlt sich gut an», sagte Mikkelsen.

«Der Vormittag war nicht so leicht. Man musste schon wach sein und die Augen offen halten», führte der Italien-Sieger Tänak an.

«Es lief nicht ganz nach Wunsch. Wir haben aber sehr hart attackiert. Das Set-up meines Autos ist nicht genau auf mich abgestimmt, aber wir haben das Beste daraus gemacht», sagte der dreifache Deutschland-Sieger Ogier.

Für den am Freitagmorgen führenden Dani Sordo war auf der vierten Entscheidung vorzeitig Feierabend, als er in seinem Hyundai i20 Coupé WRC 40 Meter bergab von der Piste rutschte. Sein in der WM punktgleich mit Ogier führender Teamkollege Thierry Neuville erreichte mit einem Rückstand von 17,5 Sekunden auf Rang fünf, 2,7 Sekunden hinter Elfyn Evans im dritten Ford Fiesta WRC, den Mittagsservice.

Der dreifache Deutsche Meister und Ex-Europameister Armin Kremer hatte sich bei seiner Jungfernfahrt im Ford Fiesta WRC von M-Sport auf den 13. Rang vorgekämpft, fiel aber auf der vierten Prüfung auf den 23. Rang zurück. «Wir mussten in der Prüfung anhalten. An der hinteren Radaufhängung war etwas lose», erklärte Kremer, im Service auf Platz 20 direkt vor seinem deutschen Titelnachfolger Fabian Kreim im Fabia R5 von Skoda Auto Deutschland. Bester Deutscher ist der Junioren-Europameister Marijan Griebel im privaten Skoda Fabia R5 auf Platz 16,.

Stand nach der 5. von 21 Prüfungen:

1. Mikkelsen/Jaeger (N), Citroën C3 WRC, 36.36,3 min.
2. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 4,1
3. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 5,6
4. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, + 14,8
5. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, + 17,5
6. Lappi/Ferm (FIN), Toyota Yaris WRC, + 29,2
7. Hänninen/Lindström (FIN), Toyota Yaris WRC, + 31,5
8. Breen/Martin (IRL/GB), Citroën C3 WRC, + 31,5
9. Paddon/Marshall (NZ/GB), Hyundai i20 Coupé WRC, + 1:18,6 min.
10 Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 1:38,8

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