Programm für FIA-Junioren 2009 steht

Von Toni Hoffmann
WRC
Eine Studie des Mitsubishi Lancer der FIA-Junioren.

Eine Studie des Mitsubishi Lancer der FIA-Junioren.

Erster Auftritt der fünf 2009 Pirelli Star Driver bei der WM-Rallye Portugal.

Die FIA hat das WM-Programm der gemeinsam mit Pirelli unterstützten fünf Junioren bekannt gegeben. Die fünf Nachwuchstalente wurden im vergangenen Oktober in Österreich von einer Jury, der auch Walter Röhrl und Michèle Mouton angehörten, aus vier verschiedenen FIA-Regionen ausgewählt. In den Genuss dieser Förderung im Premierenjahr kommen Jarkko Nikara (23 Jahre) aus Finnland, der 18jährige Tscheche Martin Semeràd, der Neuseeländer Mark Tapper (28), der 21jährige Nico Thomas aus Zypern und der Südafrikaner Jon Williams (26).

Die FIA versucht mit dieser Förderung auch ein Tabu in der Rallye-WM zu brechen. In der 31jährigen WM-Geschichte kamen alle Titelträger aus Europa. Deswegen wurden Talente neben Europa auch aus den drei anderen FIA-Regionen (Afrika, Asien-Pazifik, Mittlerer Osten) ausgewählt, um diesen die Gelegenheit zu bieten, im Rallyesport an die Spitze zu gelangen.

Bei den sechs Rallyes in Portugal, Italien, Griechenland, Finnland, Spanien und Wales gehen sie gemeinsam an den Start. Erster Einsatz ist am ersten April-Wochenende an der portugiesischen Algarve. Ihre Fahrzeuge (im Bild als Studie) sind identische seriennahe Mitsubishi Lancer in der neuesten Evolution 10, die von Ralliart Italien vorbereitet, eingesetzt und betreut werden.

«Das Konzept von Pirelli Star Driver bietet jungen Fahrern aus der ganzen Welt eine fantastische Möglichkeit. Weltweit ist dies eine beispiellose Chance», sagte Morrie Chandler, Vorsitzender der FIA-Rallye-Kommission. «Pirelli war schon immer dem Rallyesport und Motorsport sehr eng verbunden», fügte Paul Hembrey, Direktor bei Pirelli Motorsport hinzu. «Gerade in diesen wirtschaftlich harten Zeiten sind wir froh, junge aufstrebende Fahrer unterstützen zu können.» Pirelli ist von 2008 bis 2010 in der Rallye-WM Reifenalleinausrüster.

Vor ihrem ersten Start als FIA-Junioren steht für sie in dieser Woche noch ein Trainingsprogramm im schottischen Edinburgh an. Unter Leitung von Robert Reid, Beifahrer des am 25. November 2005 an Krebs verstorbenen Weltmeisters Richard Burns, umfasst dieses Programm an der Universität von Edinburgh körperliche Fitness und Kondition, den Umgang mit den Medien und eine Einführung in das Management für die persönliche Karriere. Dabei sollen sie auch die kommerzielle Seite ihres Sports einschätzen lernen und auf die Bedeutung der richtigen Ernährung hingewiesen werden. Danach geht es für sie ins italienische Pisa. Dort dürfen erstmals ihren Mitsubishi Lancer testen.

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